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And the winner is... Germany!

15.10.2016 09:45
von Marco Pracht
(Kommentare: 0)
Band-7
Autor und Fotos: PIZ Heer
Gruppenbild aller Teams
Teams aus sechs Nationen traten auf dem TrÜbPlatz Grafenwöhr gegeneinander an (Quelle: U.S. Army)

Grafenwöhr/ Bayern, 18. 05. 2016

Im Umgang mit ihren Panzern konnte ihnen keiner das Wasser reichen. Der dritte Zug der 3. Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8 aus Pfreimd gewann den Panzerwettbewerb „Strong Europe Tank Challenge 2016“ mit seinen vier Leopard 2 A6 in Grafenwöhr. Die Plätze zwei und drei belegten Dänen und Polen. Auch sie setzten auf den Kampfpanzer Leopard, allerdings in der Version 2 A5. Außerdem nahmen zwei Teams der U.S. Army sowie je ein Team aus Slowenien und Italien an der Challenge teil.

Einweisung der Besatzungen in die Schießbahn
Vor dem Schießen: Einweisung der Besatzungen in die Schießbahn (Quelle: Bundeswehr/ Torsten Kraatz)

Die Kameraden der U.S. Army, die derzeit aus den USA zu Übungen nach Europa gesandt wurden, traten mit ihren Kampfpanzern Abrams M1A2 SEP an. Das italienische Team nutzte ihren Kampfpanzer Ariete, die Slowenen den M-84 – eine Weiterentwicklung des russischen T-72. Neben der U.S. Army war die Bundeswehr Gastgeber der „Tank Challenge“, das Panzerbataillon 104 war für den Betrieb einer der drei Stationen verantwortlich.

Der deutsche Panzerzug in teilgedeckter Stellung
Ziel erkannt, Feuer! Der deutsche Panzerzug in teilgedeckter Stellung (Quelle: Bundeswehr/Torsten Kraatz)

Der am Wettkampf teilnehmende Zug gehört zur 3. Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8. Die Kompanie ist im Frieden dem Panzerbataillon 104 in Pfreimd unterstellt. Das Gebirgspanzerbataillon 8 ist ein teilaktiver Verband. Die 1. und 2. Kompanie sind nichtaktive, die 3. und 4. Kompanie aktive Truppenteile.

Fortsetzung einer alten Nato-Tradition

25 Jahre ist es nun schon her, dass auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein vergleichbarer Wettbewerb stattfand. Damals wurde hier, auf einem der größten Truppenübungsplätze Europas, ein reines Panzervergleichsschießen zwischen den Nato-Partnern um die „Canadian Army Trophy“ ausgetragen. Doch in diesem Jahr mussten sich die Panzerzüge mit ihren je vier Kampfpanzern aus sechs Ländern nicht nur in den klassischen Disziplinen „Der Panzerzug im Angriff“ und „Der Panzerzug in der Verteidigung“ messen. Zusätzlich war die Vielseitigkeit der Panzersoldaten gefragt.

Ohne körperliche Fitness geht es nicht

Die Station „Mounted Orienteering“ hatte es nämlich in sich – ein Rundkurs, abgesessen – also zu Fuß – mit verschiedenen Herausforderungen. Die verlangten den Teilnehmern physisch und mental einiges ab. Doch bevor der deutsche Panzerzug sich auf den Weg machte, mussten sich die Männer auf der amerikanischen Hindernisbahn „Obstacle Course“ so manch schwierigem Hindernis stellen. Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit der Soldaten war gefragt. Im Team meisterten sie auch diese Station und sammelten hier ebenfalls wichtige Punkte.

Vielseitigkeit – eine Stärke der Panzerleute

Die Instandsetzung der Panzerkette ist Schwerstarbeit im Team. Nach der Hindernisbahn durften die Soldaten kurz verschnaufen, saßen bald darauf auf ihren „Leos“ wieder auf und stellten sich der letzten Station. Auf dem Rundkurs mussten die vier Panzerbesatzungen genau sechs Aufgaben meistern, unter anderem den Umgang mit atomarer, biologischer oder chemischer Bedrohung und das Verhalten bei Angriffen mit improvisierten Sprengsätzen sowie die Bergung von Verwundeten, Pistolenschießen und Panzererkennung. Bei fast jeder Aufgabe schafften sie die volle Punktzahl – dem Sieg wieder ein Stück näher! Nun hieß es abwarten, wie die anderen Nationen hier abschnitten.

The winner takes it all

Gewinnermannschaft
Das deutsche Siegerteam bei der Strong Europe Tank Challenge 2016 (Quelle: U.S. Army/Markus Rauchenberger)

Am Freitag, dem 13. Mai 2016 wurde es dann offiziell. Dem stolzen Panzerzug wurde der Pokal der diesjährigen Strong Europe Tank Challenge überreicht.

Panzer Hurra!

Doch bei dem Panzerwettbewerb „Strong Europe Tank Challenge 2016“ ging es nicht nur ums „Gewinnen“, sondern vielmehr darum, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Nationen, auch in Bezug auf künftige multinationale Einsätze, zu fördern.

„Um das gesamte Portfolio der Fähigkeiten der Panzertruppen abzurufen ist es sehr wichtig mit unseren Panzern auch gemeinsam zu üben“, sagte Brigadegeneral Markus Laubenthal. Er ist der erste deutsche General, der als Chef des Stabes bei der U.S. Army Europe in Wiesbaden eingesetzt ist.

Nur das gemeinsame Training und die gegenseitige Integration führen zu Interoperabilität und Vertrauen in den Erfolg multinationaler Operationen“, sagte Laubenthal bei der Siegerehrung. Auf den nächsten Panzerwettbewerb muss nun aber keine 25 Jahre mehr gewartet werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden nächstes Jahr wieder verschiedene Nationen gegeneinander antreten.

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Generalleutnant Jacobson
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