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Aus der Vergangenheit lernen

2016-07-13 18:49
von Redaktion
Band-7
Autor: OStFw Johann Fritsch

Volkstrauertag 2015 am Ausbildungszentrum MUNSTER

Wappen

An der diesjährigen Veranstaltung zum Volkstrauertag am Ausbildungszentrum MUNSTER nahmen mehr als 300 Gäste und Angehörige der Bundeswehr teil. Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt fand an der Gedenkstätte in der Kaserne Panzertruppenschule statt.

Der Kommandeur des Ausbildungszentrums MUNSTER, Brigadegeneral Norbert Wagner, bezog sich zu Beginn seiner Rede auf den Terroranschlag in Paris vom Abend zuvor. Er sprach von „sinnlosen und grausamen Opfern“ und schloss diese ausdrücklich in das Gedenken ein. Der General stellte in diesem Zusammenhang fest: „Die Welt ist und bleibt unruhig!“

Versöhnen und erinnern

Der Kommandeur erinnerte an die Toten der Weltkriege und das unsagbare Leid jener Zeit. Mit Blick auf die unter nationalsozialistischer Herrschaft ermordeten unschuldigen Frauen, Männer und Kinder machte er die unfassbare Rolle des damaligen „Zeitgeistes“ deutlich: „Wir verneigen uns beschämt und in Demut vor diesen Mitmenschen.“

Brigadegeneral Wagner weiter: „Vergessen wir nicht, dass die Gemetzel der beiden Weltkriege zwar vorbei sind, aber die Bereitschaft, Gewalt als Mittel zur Durchsetzung staatlicher, religiöser oder persönlicher Ansprüche anzuwenden, keineswegs vergangen ist – im Gegenteil! Sie ist präsenter als Jahre zuvor.“

Er forderte angesichts der, „oft weniger sicht- und greifbaren, aber auch radikaleren und hemmungsloseren Gewalt“ dazu auf, vor dieser nicht zu kapitulieren. Brigadegeneral Wagner erinnerte 70 Jahre nach Kriegende an die besondere Verantwortung der wiedervereinigten Deutschen für Frieden und Freiheit. Seine Gedenkrede endete mit Worten des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker: „Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung.“

Hoffnung auf eine bessere Welt

Ein französischer Offizieranwärter ging in einer bewegenden Ansprache auf die Kriege des vergangenen Jahrhunderts auf europäischen Boden ein. Der Aspirant stellte fest, dass die Geschichte des Kontinents zwar vom Blut der gefallenen Soldaten geprägt wird, aber auch dem von Millionen Zivilisten. Er zitierte dazu den berühmten französischen Schriftsteller Victor Marie Hugo: „Ein Krieg zwischen Europäern ist ein Bürgerkrieg.“ Er forderte angesichts der, „oft weniger sicht- und greifbaren, aber auch radikaleren und hemmungsloseren Gewalt“ dazu auf, vor dieser nicht zu kapitulieren. Brigadegeneral Wagner erinnerte 70 Jahre nach Kriegende an die besondere Verantwortung der wiedervereinigten Deutschen für Frieden und Freiheit. Seine Gedenkrede endete mit Worten des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker: „Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung.“

Die nach vielen Jahrzehnten Feindschaft entstandene deutsch-französische Freundschaft ist nach den Worten des jungen Franzosen ein Geschenk, das seine Generation „langfristig zu schätzen und zu schützen“ hat. Er verband damit die Hoffnung auf eine bessere Welt und machte die Pflicht deutlich, sich für Verständigung, Zusammenarbeit und die europäische Entwicklung einzusetzen. Er forderte angesichts der, „oft weniger sicht- und greifbaren, aber auch radikaleren und hemmungsloseren Gewalt“ dazu auf, vor dieser nicht zu kapitulieren. Brigadegeneral Wagner erinnerte 70 Jahre nach Kriegende an die besondere Verantwortung der wiedervereinigten Deutschen für Frieden und Freiheit. Seine Gedenkrede endete mit Worten des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker: „Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung.“

Sein deutscher Kamerad pflichtete ihm bei: „wir sind alle Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter, Väter und Mütter. Wir sind die Generation, welche in der Pflicht ist, aus der Vergangenheit zu lernen. Wir sind die Generation, die in der Pflicht ist, unseren Kindern eine menschliche Welt zu hinterlassen. Wir sind die Generation, die die Möglichkeit hat, etwas zu ändern.“ Er forderte angesichts der, „oft weniger sicht- und greifbaren, aber auch radikaleren und hemmungsloseren Gewalt“ dazu auf, vor dieser nicht zu kapitulieren. Brigadegeneral Wagner erinnerte 70 Jahre nach Kriegende an die besondere Verantwortung der wiedervereinigten Deutschen für Frieden und Freiheit. Seine Gedenkrede endete mit Worten des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker: „Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung.“

Den Menschen beistehen

Der Offizieranwärter appellierte an seine Kameradinnen und Kameraden: „Bewahrt immer eure Menschlichkeit! Vergesst nie, dass ihr Menschen seid, dass wir alle Menschen sind. Welche Hautfarbe, Religion oder Volkszugehörigkeit wir auch haben – wir sind Menschen!“ Er forderte angesichts der, „oft weniger sicht- und greifbaren, aber auch radikaleren und hemmungsloseren Gewalt“ dazu auf, vor dieser nicht zu kapitulieren. Brigadegeneral Wagner erinnerte 70 Jahre nach Kriegende an die besondere Verantwortung der wiedervereinigten Deutschen für Frieden und Freiheit. Seine Gedenkrede endete mit Worten des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker: „Das Geheimnis der Versöhnung ist die Erinnerung.“

Angesichts der derzeitigen Flüchtlingssituation forderte der Soldat dazu auf, „den Völkern und Menschen beizustehen, die in diesem Moment…bedroht und verfolgt werden.“ Die beiden Offizieranwärter machten deutlich, dass zum Gedenken immer auch das Erinnern gehört und aus den Erfahrungen vieler Generationen Konsequenzen für künftiges Handeln gezogen werden müssen. Der Volkstrauertag soll nicht trennen, sondern die Menschen in ihrer Trauer, aber auch in der Hoffnung auf eine bessere Welt, zusammenführen. Das Gedenken gilt deshalb allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft, Flucht und Vertreibung, den gefallenen Soldaten und allen Menschen, die im Dienst für den Frieden ihr Leben verloren.

Die Veranstaltung endete mit dem Totengedenken durch Brigadegeneral Wagner. Anschließend fand der traditionelle Vorbeimarsch der Truppenfahnen aufgelöster Bataillone der Panzertruppen und der Heeresaufklärungstruppe sowie des ehemaligen Ausbildungszentrums Heeresflugabwehrtruppe statt. Im jährlichen Wechsel werden jeweils 15 Truppenfahnen zur Erinnerung an diese Verbände bei einem Defilee von der Ehrenformation mitgeführt.

Fotos: K. Selsemeier/AusbZ Munster

Anmerkung Redaktion:

Die Führerin der Ehrenformation war Frau Oberleutnant Dell-Missier, Panzeroffizier, OA-Btl Munster, ehemals PanzerzugFhr im PzBtl 33.

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