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Die Hacketäuer

2019-01-29 19:30
von Redaktion
Band-7

Panzerbataillon 203

Hauptmann Markus Lenz, StabsZgFhr Panzerbataillon 203
Hauptmann Markus Lenz, StabsZgFhr Panzerbataillon 203

Das Jahr 2018 hielt für die „Hacketäuer“ einige Vorhaben bereit, wobei als Schwerpunkt das Gefechtsschießen Operation verbundener Kräfte (GefSchOpvbuKr) auf der Informations- und Lehrübung 2018 (ILÜ 2018) zu nennen ist. Doch nicht nur die ILÜ 2018 stellte das Bataillon vor Herausforderungen. Diverse Übungsvorhaben und Aufgaben zur Öffentlichkeitsarbeit schmückten das Aufgabenheft des Bataillons. In diesem Bericht wollen wir den Lesern einen Eindruck über die Aufgaben und Herausforderungen geben, welche die Kompanien und der Stab in diesem Jahr zu bewältigen hatten.

Die Vierte, hier Schwerpunkt

Mit dem internen Wechsel des Schwerpunkts von der Zwoten, zur Vierten des Panzerbataillons 203, ist die Vierte verantwortlich für die Durchführung der Kernaufträge des PzBtl 203. Zu den Kernaufträgen gehört neben dem bereits durchgeführten Durchgang im Schießübungszentrum (SchÜbZ) 05/18, das Durchführen des Gefechtsschießens auf der Informationslehrübung (ILÜ) 2018, die Teilnahme am Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) im Januar 2019, sowie die Teilnahme an der Übung „Allied Spirit“ im März 2019, unter Federführung der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika in Hohenfels. Die Vierte hat somit ein umfassendes Aufgabenheft zu bewältigen.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Die Vorbereitung auf das SchÜbZ war maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: Personal und Material. Die Vierte hatte den Auftrag, mit allen Soldaten bis zum Beginn des SchÜbZDurchgangs die Ausbildungshöhe „D“ – Kompanieebene – zu erreichen. Da die meisten Soldaten der Kompanie für mindestens ein Jahr keinen Gefechtsdienst der Panzertruppe durchgeführt haben und die Züge personaltechnisch neu aufgestellt und „durchmischt“ worden sind, war es notwendig, mit Grundsatzunterrichten zu verschiedenen Themen des Gefechtsdienstes zu beginnen, um alle Kameraden ins Boot zu holen. Diese Themen wurden danach durch die praktische Ausbildung ergänzt, so dass sich die Züge einspielen und sich die Besatzungsmitglieder auf ihren Bedienerplätzen beüben konnten.

Das Hauptausbildungsmittel war das Ausbildungsgerät Gefechtssimulator Panzertruppe (AGPT). Aufgrund der knapp bemessenen Zeit galt es, die von Simulatoren gestützte Ausbildung intensiv zu nutzen, um fehlendes Material bzw. fehlende Infrastruktur zu kompensieren. Hier kommt der zweite Faktor zum Tragen: Die Materiallage. Im Prozess der Vorbereitung auf das SchÜbZ war lange Zeit nicht eindeutig, wie viele Kampfpanzer bis zum Beginn der Übung einsatzbereit sind. Die Zahlen variierten fast täglich, so dass der Planungsprozess durch schwer berechenbare Variablen gestört wurde. Als Beispiel ist hier einerseits die mangelhafte Ersatzteillage für Kampfpanzer zu erwähnen, andererseits die zu hohe Auslastung der HIL, welche zu erhöhten Wartezeiten und fehlenden Instandsetzungskapazitäten führt. Das Üben mit Großgerät im Zug- bzw. Kompanierahmen war deshalb leider nicht immer möglich. Nichtsdestotrotz konnte die Vierte mit einer Kampfkraft von 13 einsatzbereiten Kampfpanzern zeitgerecht auf den Truppenübungsplatz Bergen verlegen, um am SchÜbZ-Durchgang 05/18 teilzunehmen.

Zusammen können wir mehr

Schießübungszentrum Munster 2018
Schießübungszentrum Munster 2018

Während der Begrüßung und Einweisung durch den Leiter-SchÜbZ, OTL Hastenrath und sein Personal, konnte man zum ersten Mal einen Eindruck von den unterstellten Truppenteilen bzw. von der Gegenseite – die Kräfte „ROT“ – gewinnen. Die Vierte hat ihren B-Zug, geführt durch OL Kurth, an die 3./ PzGrenBtl 391 abgegeben und deren C-Zug, geführt durch HFw Walter, unterstellt bekommen. Weiterhin wurden der Vierten ein AVZ, Pioniere, Sanitäter, sowie ein JFST (Joint Fire Support Team) unterstellt, sodass sie als +/- Kompanie ins Rennen gegangen ist.

Nach der Begrüßung durch den Leiter- SchÜbZ, haben die Züge ihre Kampfpanzer mit AGDUS eingerüstet, während die KpFü den vorläufigen OpPlan vorbereitet hat, um diesen im Folgenden dem Kompanieschiedsrichter vorzutragen. Das erste Wochenende wurde für die eigenständige Erkundung, geführt durch den KpChef, genutzt. Dabei wurden mehrere Punkte für die Geländebesprechung befohlen, welche durch die Teileinheiten in eigener Zuständigkeit erkundet wurden und im Anschluss mit allen Teilen der Vierten nacheinander besprochen wurden.

Soldaten eingegraben
Immer auf der Hut

Die geplante Operationsführung der Kompanie und die vermutete Absicht der Kräfte ROT wurden hier miteinander verglichen und mit dem ABF-Schema (Ansprechen, Beurteilen, Folgern) Folgerungen für das eigene Handeln abgeleitet. Dabei waren die Beratungsleistungen der Panzergrenadiere und der Kampfunterstützer für den KpChef von hoher Bedeutung, da diese Teileinheiten ihre Fähigkeiten und Kernkompetenzen selbst am besten einschätzen können.

Vom Angeleiteten zum Selbstständigen

Ab Montag beginnend, haben die Züge mit der angeleiteten Ausbildung (Zg AngA) begonnen, bei welcher sie von ihrem Zug-Schiedsrichter ausgebildet worden sind und die Operationsart Angriff geübt haben. Im Anschluss an die Zg AngA und der Probebefehlsausgabe wurde am Mittwoch und Donnerstag eine Kp AngA durchgeführt, welche Donnerstag-Nachmittag in den Höhepunkt des SchÜbZDurchgangs, der 72-Stunden Übung, mündete. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Vierte im Verfügungsraum befunden und die Angriffsvorbereitungen abgeschlossen. Nun galt es, zur befohlenen Zeit, in der befohlenen Gliederung die Ablauflinie zu überschreiten und die taktischen Grundsätze der Operationsart Angriff praktisch anzuwenden.

Vierte Marsch

Die SchÜbZ-Schiedsrichter haben die Übung begleitet, steuernd eingegriffen und zu gegebenen Zeitpunkten Übungsunterbrechungen angesetzt, um Zwischenbesprechungen durchzuführen und die Leistung der Kompanien auszuwerten. Hierbei zeigten sich die SchÜbZ-Schiedsrichter sehr professionell und taktisch kompetent, sodass ein deutlicher Ausbildungserfolg auf allen Ebenen zu verzeichnen war.

Am späten Nachmittag eines jeden Übungstages, wurde die Übung unterbrochen und die TE-Führer zu einer Auswertung gesammelt. Währenddessen haben die Stellvertreter übernommen und unter Führung des Kompanieeinsatzoffiziers einen einsatznahen Verfügungsraum bezogen. Die Züge haben ihren befohlenen Sicherungsauftrag ausgeführt und die KpFü hat die nächste Befehlsausgabe am Chefpanzer vorbereitet, welche meist am frühen Abend an die Zugführer gehalten wurde. Die Befehlsausgabe für den Folgeauftrag der Kompanie hat der KpChef täglich sehr spät abends am Bataillonsgefechtsstand erhalten. Dazu kamen noch Einzelaufträge für die Nacht, wie Gefechtsaufklärung oder Betreiben eines Feldpostens, welche von den Kampfzügen und mit AVZ ausgeführt worden sind.

Ab dem zweiten Tag der 72-Stunden Übung galt dieses Schema als Routine für die Kompanie. Der fehlende Schlaf und der durch die Leitung erzeugte Zeitdruck haben diese Routine regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. Was nicht zur Routine gehörte und die Kompanie vor Herausforderungen gestellt hat, war die hohe Anzahl an Ausfällen von Personal und Material – Wobei wir wieder bei den zwei Faktoren wären –. So sind während des Übungsdurchgangs mehrfach Panzer ausgefallen, die dann zurück ins Truppenlager verlegen mussten, um instandgesetzt werden zu können. Aufgrund der hohen Dichte an Ausfällen mussten die Instandsetzer ein sehr hohes Pensum an Arbeit ableisten, um so die Einsatzbereitschaft der Kompanie zu gewährleisten. Dies war nur möglich, indem die Kameraden der Instandsetzung bis spät in die Nacht an den Schadfahrzeugen gearbeitet haben.

Neben Materialausfällen kommt auch der Faktor Mensch ins Spiel. So sind einige Kameraden während der Übung erkrankt, andere haben sich während der Übung verletzt.

 

Mensch gegen Tier

Ein ungewöhnliches Beispiel: Ein Soldat hat im Verfügungsraum ca. 80 Mückenstiche erlitten, sodass er vom Sanitäter realversorgt werden musste und ausgefallen ist. Ein anderer Soldat hat eine starke Schwellung des linken Auges und der rechten Hand erlitten, nachdem er ebenfalls von Mücken gestochen wurde.

Waldbrandstufe 5 - Aufklärung durch Staub

Eine weitere Herausforderung stellte die extreme Trockenheit auf dem Übungsplatz dar. Es war nicht möglich sich auf dem trockenen sandigen Boden unbeobachtet dem Feind zu nähern, da die gepanzerten Fahrzeuge eine Staubwolke erzeugt haben, die kilometerweit aufzuklären war. Dies war Fluch und Segen zugleich, denn so war es ebenfalls möglich durch Scheinangriffe die Staubentwicklung für sich zu nutzen und die Kräfte ROT zu verwirren. Die Folge der Trockenheit sollte sich im Folgenden noch als schwerwiegender herausstellen als zuvor erwartet.

Mit Abschluss der 72-Stunden Übung hat die Kompanie am Folgetag begonnen, sich für das Kompaniegefechtsschießen vorzubereiten. Als erster Schritt sollten dazu Kampfpanzer angeschossen werden. Hierfür standen zwei Schießbahnen zur Verfügung, die parallel genutzt wurden. Aufgrund der Trockenheit ist es nach wenigen Schussabgaben dazu gekommen, dass der Truppenübungsplatz Feuer gefangen hat, das Schießen unterbrochen werden musste und die Feuerwehr anrücken musste um das Feuer zu löschen. Nachdem sich die trockene Bergener-Heide nach kürzester Zeit ein weiteres Mal entzündet hat, wurde das Schießen mit 120mm Munition durch die Truppenübungsplatzkommandatur bis auf Weiteres verboten.

Nochmaaaaal (Üben übt)

Dies bedeutete für die Vierte, dass das Kompaniegefechtsschießen – das Highlight für die meisten Soldaten- nicht mehr durchgeführt werden konnte. Nach einer Leitungsbesprechung, in welcher das weitere Vorgehen festgelegt werden sollte, wurde befohlen, dass eine weitere 48-Stunden Übung als Ersatzprogramm für das Schießen durchgeführt wird. Die Motivation der Soldaten wurde dadurch natürlich nicht getrübt und so wurde im Anschluss an die 72-Stunden Übung, eine weitere 48-Stunden Übung durchgeführt, welche den SchÜbZ-Durchgang 05/18 abgerundet hat, denn die Kompanie konnte all das was sie bis zu diesem Zeitpunkt erlernt hat, nochmals anwenden und üben. Zusammenfassend ist zu sagen, dass trotz personellen, materiellen und infrastrukturellen Herausforderungen ein deutlicher Ausbildungserfolg zu verzeichnen ist. Durch die Teilnahme am SchÜbZ wurde den Soldaten ein realitätsnahes Bild davon gestellt, wie die Operation verbundener Kräfte aussehen kann und von welchen Fähigkeiten – anderer Truppengattungen – wir als Panzertruppe profitieren können.

Die Zwote

Staubentwicklung als Mittel für Scheinangriffe
Staubentwicklung als Mittel für Scheinangriffe (Foto: Ralph Zwilling/Tank-Masters.de)

Die Zwote war zu Beginn des Jahres 2018 noch im Schwerpunkt des Bataillons und konnte durch ihren Aufenthalt im Gefechtsübungszentrum des Heeres wertvolle Erfahrungen im Kampf der verbundenen Waffen mit den Panzergrenadieren sammeln. Diese Erfahrungen wurden auf allen Führungsebenen der Kompanie gewonnen und bereiteten sie für kommende Aufträge in dem Auftragsspektrum des Heeres vor. Im Anschluss an den Durchgang im GÜZ, schaffte die Zwote durch die sorgsame Nachbereitung der Kampfpanzer die Vorrausetzung für die Übergabe des Materials an die Vierte, welche zum Ende des 1. Quartal 2018 der neue Schwerpunkt des Bataillons wurde.

Ab Mitte März wurde der Auftrag für die Zwote neu definiert. Um die Voraussetzungen für die Großübung „Allied Spirit X“ im Jahr 2019 zu schaffen, wurden zwei Infanteriezüge für die Infanterieergänzungsausbildung aufgestellt. In der zuvor stattfindenden AdA wurden die Weichen für die Ausbildung gestellt und allgemeine Kompaniestandards festgelegt. Im Anschluss folgten Ausbildungen an den Handwaffen sowie an schwereren Waffen wie der Panzerfaust und der Granatpistole.

Nebenkriegsschauplatz - Öffentlichkeitsarbeit

Neben der Infanterieergänzungsausbildung hatte die Zwote zahlreiche Nebenaufträge zu erfüllen. Zum einen galt es einen Ehrenzug und den Führer der Paradeaufstellung für die Übergabe der 1. Panzerdivision von Generalmajor Laubenthal an Brigadegeneral von Sandrart im April 2018 aufzustellen. Hier konnte die Zwote überzeugen, die sich für diesen Rahmen als würdig erwies und so den scheidenden Divisionskommandeur gebührend verabschieden konnte.

Des Weiteren wurde der Zwoten die Aufgabe übertragen die dynamischen Waffenshows beim Tag der Bundeswehr in Oldenburg und beim Tag der Schulen in Augustdorf auszuplanen und durchzuführen. Beim Tag der Bundeswehr arbeiteten sie unter Führung von OLt Jan-Niklas Friedrich unter anderem mit Panzergrenadieren und Pionieren zusammen. Mit dieser truppengattungsübergreifenden Zusammenarbeit konnte eine Gefechtssituation dargestellt werden, in der ein Panzergefecht, das Überqueren eines Gewässers sowie das Nehmen eins Dorfes abgebildet wurde. Diese Darstellung der Fähigkeiten des Heeres rief nicht nur bei den Besuchern Begeisterung hervor, sondern auch der Divisionskommandeur war von der Leistung der Zwoten und der anderen Verbände positiv beeindruckt.

Fast zeitgleich dazu hatten sie den Auftrag, für den Tag der Schulen ebenfalls eine dynamische Waffenshow durchzuführen. In enger Zusammenarbeit mit dem Panzergrenadierbataillon 212 und dem Versorgungsbataillion 7 wurde unter Führung von OLt Florian Grittner ein Programm erstellt, welches den Schülern einen Eindruck der Fähigkeitsspektren, über die Panzertruppe hinaus, vermittelte. Zusätzlich konnten die Schüler im Gespräch mit den Soldaten wichtige Erkenntnis für eine mögliche Zukunft bei der Bundeswehr erlangen und in einem statischen Anteil die Großgeräte in Augenschein nehmen.

Ein weiterer bedeutender Auftrag für die Zwote war die Abstellung einer Panzergruppe, unter Führung von Hauptfeldwebel Schacht, für ein Gefechtsschießen mit dem Panzergrenadierbataillon 411. Durch diese Unterstützung konnte die Zusammenarbeit der eng miteinander verbundenen Truppengattungen geübt und wichtige Erkenntnisse für das gemeinsame Gefecht gewonnen werden. Kurz vor dem Sommerurlaub nahm die Zwote wie jedes Jahr an dem Schützenfest in Paderborn-Elsen, der Patengemeine der Kompanie, teil. Die Teilnahme ist eine gern wahrgenommene Tradition, um den Dialog und die Brücken zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft weiter zu vertiefen und auszubauen.

Parade

Nach Ablauf des Jahresurlaubs richtet sich das Hauptaugenmerk auf den kommenden Truppenübungsplatzaufenthalt in Bergen und die im Oktober stattfindende „ILÜ“. Hier werden im Gefechtsdienst nun die im Frühjahr gelegten infanteristischen Grundlagen vertieft und ausgeweitet, um bei den kommenden Schießvorhaben der Kompanie gut vorbereitet zu sein. Mit dem momentanen guten Ausbildungsstand können die gesteckten Ziele der Kompanie erreicht werden. Auf der „ILÜ“ selbst hat die Kompanie einen Wachauftrag und stellt den Krankentransport für die Durchführenden der „ILÜ“ sicher, um so zu einem reibungslosen Ablauf der Übung beizutragen.

Doch auch ein scheidender Kompaniechef schlägt seine Schatten voraus. Während den Vorbereitungen wird die Führung der Kompanie wechseln. Der derzeitige Kompaniechef, Major Oelmann, ist zurzeit noch in der Planungszelle „ILÜ“ gebunden und wird durch den Hauptmann Graefen vertreten. Am 02.10.2018 wird Major Phillip Oelmann von der Kompanieführung entbunden und die Kompanie an Hauptmann Stephan Sehner übergeben.

Die Erste

Die Erste ist wie in der Vergangenheit auch bei allen Klein- und Großvorhaben des Verbandes dabei. Nebenkriegsschauplätze wie Tag der Schulen, Tag der Bundeswehr, Gästeschießen Btl, sowie Vergleichsschießen und Stadtläufe mit der Patengemeinde wurden ebenfalls erfolgreich gemeistert. Die Einzelleistung von OF Spitmann, 10km in 36 Minuten zu laufen, soll hierbei nicht unerwähnt bleiben. Der Kamerad HptFw Matysiak dient derzeit in Afghanistan und wir wünschen ihm auch auf diesem Wege eine sichere Zeit dort und dass er gesund wieder heimkehrt. Der TechZg hat im Rahmen vom „GÜZ“, diversen SchÜbZ-Durchgängen, TMP und Vorbereitung und Durchführung der „ILÜ“ gezeigt, dass auf diese Teileinheit Verlass ist und sie versuchen, ALLES möglich zu machen. Die starke Vernetzung in dieser Fachschiene erweist sich fast wöchentlich als absolut zielführend.

Soldaten eingegraben
Immer auf der Hut

Überregional machte der Fernmeldezug auf sich aufmerksam, als der GefStd U im GÜZ-Durchgang 2018 erfolgreich gesprungen ist. Bei der zweiwöchigen Übung „Lippischer Speer“ konnte der Fernmeldezug wieder unter Beweis stellen, dass sie Ihr Handwerkszeug beherrschen. So kann man guten Gewissens, aber nicht mit Nachlässigkeit, in der weiteren Ausbildung dem GÜZ Durchgang 2019 und der Hochwertübung „Allied Spirit“ entgegensehen.

Im April 2018 führte der AVZg ein GefSchießen für alle Teile der 1. Kompanie durch, um so die Ausbildung zum Sichern des Unterstützungsgefechtsstandes beim FMZg und TechZg zu erhöhen. Des Weiteren beübte sich der AVZg im Orts-und Häuserkampf in der Senne und in BONNLAND um so unter anderem auch die Motivation für die „ILÜ“ hochzuhalten, bei dem sie als Arbeitsmuskel ganze Arbeit geleistet haben. Die MatBew sind in Anbetracht des Großauftrages „ILÜ“ kaum zu sehen. Permanent in ganz Deutschland unterwegs, versuchen sie alles Mögliche an benötigtem Material zusammenzufahren. Munition im Rahmen von 200 Tonnen zu bewirtschaften macht man auch nicht ganz beiläufig. OStFw Lange hat das mit seinen Jungs aber fest im Griff, sodass die Durchführung „ILÜ“ in keiner Weise gefährdet wird.

Nicht zu vergessen sind die Jungs von der SimGrp. Mit Ihrem Einsatz und unermüdlicher Ausdauer, immer die Simulatoren einsatzbereit zu erhalten tragen Sie in Anbetracht der geringen Anzahl an verfügbaren KPz im erheblichen Maße bei zur hohen Einsatzbereitschaft des PzBtl 203. „Ohne Mampf kein Kampf!!!“ Anhand der Überstundenzettel kann man nur zu einem Schluss kommen. Es gibt nur eine Verpflegungsgruppe in der Brigade 21 und die ist in der Ersten des PzBtl 203 beheimatet. Wenn man aber mal in den Genuss gekommen ist bei Ihnen dinieren zu dürfen, weiß man warum immer sie für all die Vorhaben angefordert werden. So oder so….die Erste wird wie immer mit dabei sein!

Die Dritte

Die Dritte Kompanie wurde am 12. April 2018 an OL Schmitz übergeben, um so die Kompanie für Ihre weiteren Vorhaben zu führen. Das oftmals zitierte Auftragsbuch war auch bei der Dritten ein bunter Strauß an vielfältigen Aufgaben. Doch auch in der Dritten gab es einen gesetzten Schwerpunkt: die EAV! Um die neuen, frisch aus der Grundausbildung kommenden Soldaten hinsichtlich ihrer Truppengattung auszubilden, stand die EAV als Richt- und Ladeschütze auf dem Kampfpanzer Leopard im Fokus der Dritten. Über sechs Monaten gelang es der Kompanie ca. 40 Richt- und Ladeschützen auf dem Waffensystem Leopard 2A7 auszubilden, bis zur langersehnten ATN.

Angehörige der „Suffolk Army Cadet Force“ meets Hacketäuer
Angehörige der „Suffolk Army Cadet Force“ meets Hacketäuer

Das Highlight für die Kameraden war hierbei natürlich das „ATN-Schießen“ in Form einer BK-Üb1. Zuletzt auf dem Truppenübungsplatz Bergen, in der Vorbereitungsphase der „ILÜ“, hat die Kompanie erneut neue Richt- und Ladeschützen auf dem Waffensystem ausbilden können. Neben dem Kerngeschäft der Dritten gab es auch hier diverse Nebenaufträge die es galt abzuarbeiten. Unter anderem unterstütze die Dritte beim Tag der Bundeswehr 2018 in Oldenburg, welcher durch die Zwote im Schwerpunkt ausgeführt wurde.

Der Stab

Dem Stab, welcher auch gerne unter Kameraden als Elfenbeinturm betitelt wird, ist auch der vorher genannte bunte Blumenstrauß nicht verwehrt geblieben. Im Juni 2018 stand die Übung „Lippischer Speer“ im Combat Simulation Center in Wildflecken auf der Agenda des Stabes. Diese Übung gilt als Vorbereitung für die Großübung Allied Spirit X im Jahr 2019. Zusammen mit der Brigade 21 wurde die Verteidigung im internationalen Verband mit Hilfe des Systems SIRA geübt. Hierbei hatte das Bataillon die Möglichkeit, die Abläufe im Bataillonsgefechtsstand und des Gefechtsstandes „Rück“ weiter zu optimieren und die Elemente San, Pi und Art weiter einzubinden. Neben der Verteidigung wurde auch ein Gegenangriff mit einer vorherigen Planungsaufgabe mit eingebunden und durchgeführt.

Multinational

Die Öffentlichkeitsarbeit machte auch vor dem Stab des Bataillons kein Halt. Der Abzug der britischen Truppen aus Paderborn und anderswo ist in vollem Gange. Nur wenige Angehörige der Streitkräfte des Vereinigten Königreiches werden in Deutschland verbleiben. Eine über lange Jahre entstandene Freundschaft beider Nationen und der enge Schulterschluss ihrer Streitkräfte sollen jedoch fortbestehen. Was für die Älteren mittlerweile als selbstverständlich gilt, werden kommende Generationen möglicherweise anders wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso naheliegender, eben diese jungen Menschen auch weiterhin gegenseitig zu Besuchen und Veranstaltungen einzuladen.

Der Kommandeur Panzerbataillon 203 nahm dies zum Anlass, der „Suffolk Army Cadet Force“, einer freiwilligen Jugendorganisation, die vom britischen Verteidigungsministerium unterstützt und finanziert wird, einen Besuch zu ermöglichen. Am 29.7.2018 reisten 73 Kadetten und ihre 16 Betreuer aus dem Vereinigten Königreich zum HQ 20th Armoured Brigade in die „Normandy Barracks“, Paderborn. Ein einwöchiges Programm stand auf dem Plan. Einer der Höhepunkte sollte der Besuch des Panzerbataillons 203 werden.

Am 31.7.2018 nahm Hauptmann Gerling die britischen Besucher am Nordtor der GFM-Rommel-Kaserne in Empfang. An diesem Tag stand ein Stationskreislauf mit den Einweisungen am Kampfpanzer Leopard 2 A6 und A7, am Bergepanzer sowie diversen Handwaffen, dem Fahrsimulator Leopard 1 vom Traditionsverband FahrSimKette und ein Besuch der Militärgeschichtlichen Sammlung auf dem Programm.

Trotz der sommerlichen Hitze von weit über 30 Grad waren die britischen Kadetten voller Eifer dabei. Nicht weniger Andrang gab es bei Hauptmann von Ohlen und seinen Unterstützern am Fahrsimulator Leopard 1. Ein besonderer Dank gilt hier den freiwilligen ehrenamtlichen Betreibern dieses Gerätes, dass nur durch die Initiative des eigens hierfür gegründeten Traditionsverbandes einst vor der Verschrottung bewahrt wurde und nun mittlerweile beliebter Bestandteil vieler Besuche ist.

Dank einer großzügigen Spende konnte die Mittagsverpflegung im Speisesaal der Truppenküche eingenommen werden, was durch die Teilnehmer als sehr angenehm empfunden wurde. Unser besonderer Dank gilt daher neben allen ehrenamtlichen Unterstützern und den eingesetzten Soldaten besonders den Kameraden des Freundeskreises Offiziere der Panzertruppe e.V., die durch die Bereitstellung finanzieller Mittel den Tag zu einem vollen Erfolg werden ließen. Auch stellte der Stab einen Ehrenzug mit Fahnenabordnung unter Führung von Hauptmann Lenz für die „Freedom of the City Parade“ in Paderborn als Zeichen der Verbundenheit zu den britischen Streitkräften. Etwa 1.400 britische Soldaten marschierten hierbei auf dem Maspernplatz auf, wo Brigadegeneral Torsten Gersdorf, Kommandeur des Landeskommandos NRW, im Namen des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Fahnenbänder an vier Einheiten der Brigade verlieh. Nach Inspektion und Ansprachen begann die Parade durch die Stadt Paderborn.

Der Ausblick

Der Schwerpunkt des Bataillons liegt ganz klar auf dem GefSchOpvbuKr auf der „ILÜ 2018“. Nach der „ILÜ“ ist das Jahr 2018 aber noch nicht abgeschlossen. Im Dezember 2018 führt das Bataillon ein SIRA-Durchgang in Munster durch, um die weiteren Voraussetzungen für die Großübung „Allied Spirit“ im Jahr 2019 zu schaffen. Des Weiteren befindet sich zu diesem Zeitpunkt die Vierte bereits in den Vorbereitungen für den GÜZ Durchgang im Januar. Trotz aller Herausforderungen, die gemeistert wurden und in Zukunft gemeistert werden, blicken die „Hacketäuer“ mit vollem Engagement und Tatendrang dem weiteren Verlauf des Jahres 2018 und dem folgenden Jahr 2019 entgegen. Das Panzerbataillon 203 wünscht allen Lesern ein angenehmes viertes Quartal. In diesem Sinne „Hacke-Tau“ Kameraden.

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Generalleutnant Jacobson
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General a.D. Wolfgang Brüschke
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