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Detailansicht

GebPzBtl 8 n.A.

16.07.2015 19:34
von Marco Pracht
Gebirgs-Btl
Entstehung: Aufgestellt am 01.10.1981 in Pocking (Kirchham) aus Teilen Gebirgspanzerjägerbataillon 234, Ausbildungskompanie 14/8 sowie Spähzug der Gebirgsjägerbrigade 23
Abgaben:  
Unterstellungen: 1. ( 8.) Gebirgsdivision, 01.04.1992 Panzerbrigade 24
nach der Wiederaufstellung 2014 Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“
Verlegungen: Seit der Wiederaufstellung neuer Standort Pfreimd
Umgliederungen:  
Ausrüstung: Kampfpanzer Leopard 1, Kampfpanzer Leopard 2
Patenschaften mit Gemeinden: Stadt Pocking, 1995 Neubegründung mit Kirchham derzeit als na Btl keine
Patenschaften mit Truppenteilen befreundeter Streitkräfte: PzBtl (US) 2./34, 3.Dragonerregiment (FR)
Verbindungen zu Vereinigungen ehemaliger Soldaten der Wehrmacht oder früherer deutscher Streitkräfte:  
Traditionsvereinigungen: Verein “Kameradschaft Rottaler Panzersoldaten”
Auflösung / Umbenennungen: Am 30.09.1996 wurde das Bataillon aufgelöst
und als nichtaktives Bataillon am 20.09.2014 wieder
aufgestellt

Weitere Informationen zum Bataillon

Überblick

Auftrag

Das Gebirgspanzerbataillon 8 verstärkt die Fähigkeiten der Panzertruppe zur Erfüllung von Aufgaben der Landesverteidigung. Es erhöht die Durchhaltefähigkeit und bildet die Grundlage für eine kurzfristige Aufwuchsfähigkeit. Darüber hinaus leistet das Bataillon einen spezifischen Beitrag zum Heimatschutz. Der Bataillonsstab kann im Aufgabenspektrum der Landesverteidigung und zu subsidiären Hilfeleistungen im Rahmen von Amts- und Katastrophenhilfe eingesetzt werden.

Im Einsatzfall kann das Gebirgspanzerbataillon 8 sowohl als eigenständiger Panzerverband als auch im Rahmen eines Großverbandes das Gefecht nach den Einsatzgrundsätzen der Panzertruppen und nach dem Prinzip "Operation verbundener Kräfte" führen. Das Bataillon unterstützt in diesem Fall Operationen mechanisierter oder infanteristischer Kräfte in urbanem oder unbebautem Gelände. Dazu werden bei Mobilmachung dem Gebirgspanzerbataillon 8 die im Frieden bei Panzerbataillon 104 und Panzerbataillon 393 befindliche 3. und 4. Kompanie unterstellt. Seinen Auftrag wird das Bataillon dann in Verantwortung der Gebirgsjägerbrigade 23 erfüllen.

Im Einsatzfall kann das Gebirgspanzerbataillon 8 sowohl als eigenständiger Panzerverband als auch im Rahmen eines Großverbandes das Gefecht nach den Einsatzgrundsätzen der Panzertruppen und nach dem Prinzip "Operation verbundener Kräfte" führen. Das Bataillon unterstützt in diesem Fall Operationen mechanisierter oder infanteristischer Kräfte in urbanem oder unbebautem Gelände. Dazu werden bei Mobilmachung dem Gebirgspanzerbataillon 8 die im Frieden bei Panzerbataillon 104 und Panzerbataillon 393 befindliche 3. und 4. Kompanie unterstellt. Seinen Auftrag wird das Bataillon dann in Verantwortung der Gebirgsjägerbrigade 23 erfüllen.

Gliederung

Grafik der Gliederung des GebPzBtl 8
Gliederung
  • 1. Kompanie (nichtaktiv) (Pfreimd)
  • 2. Kompanie (nichtaktiv) (Pfreimd)
  • 3. Kompanie (aktiv) (Pfreimd) - im Frieden unterstellt dem Panzerbataillon 104 in Pfreimd
  • 4. Kompanie (aktiv) (Bad Frankenhausen) - im Frieden unterstellt dem Panzerbataillon 393 in Bad Frankenhausen

Anreise

Anschrift

Gebirgspanzerbataillon 8

Oberpfalzkaserne

Schlossbergstraße 1

92536 Pfreimd

GPS-Koordinaten für Navigationsgeräte:

49°29'11.5"N 12°11'29.8"E

 

Anreise mit

Auto:
aus Norden, Richtung Hof:

  • BAB 93 - Ausfahrt Pfreimd

aus Osten, Richtung Grenzübergang Waidhaus:

  • BAB 6 bis Kreuz Oberpfälzer Wald,
  • BAB 93 in Richtung München/Regensburg,
  • BAB 93 - Ausfahrt Pfreimd

aus Süden, Richtung München/Regensburg:

  • BAB 93 - Ausfahrt Pfreimd

aus Westen, Richtung Nürnberg/Amberg:

  • BAB 6 bis Kreuz Oberpfälzer Wald,
  • BAB 93 in Richtung München/Regensburg,
  • BAB 93 - Ausfahrt Pfreimd

Ansprechpartner

Für Interessierte

Derzeit werden die Beorderungsstellen in der 1. und 2. Kompanie besetzt und das Gebirgspanzerbataillon 8 so mit Leben erfüllt. In den nächsten Jahren sind für das Personal der beiden gekaderten Kompanien sowohl Einzelwehrübungen als auch Übungsplatzaufenthalte ganzer Teileinheiten (Gruppen und Züge) geplant.

Für eine Beorderung kommt in Frage, wer mit seinem Arbeitgeber geklärt hat, etwa zwei Wochen pro Jahr neben Urlaub und Fortbildung von seinem Arbeitsplatz fernbleiben zu können. Wer als Reservist - egal ob als ehemaliger Wehrdienstleistender, Zeit- oder Berufssoldat - körperlich verwendbar und willens ist, sich im Gebirgspanzerbataillon 8 zu engagieren, wendet sich an:

 

Personalangelegenheiten

S1 S3-Feldwebel

(09606) - 888 - 2551
(90) - 6715 - 2551
(09606) - 888 - 2109

Wappen

Das Wappen des Gebirgspanzerbataillons 8 zeigt auf rotem Grund die weißblauen Rauten als Zeichen der Verbundenheit mit der bayerischen Heimat. Das Edelweiß ist Kennzeichen als ehemaliger Verband der 1. Gebirgsdivision. Der Panzer spricht für sich und der silberne Küraß der ehemaligen Bayerischen Schweren Reiter ist Ausdruck eines Traditionsbedürfnisses in der heute oft oberflächlichen Zeit. Dieses Verbandsabzeichen soll mahnen, die Lehren der älteren und jüngeren Geschichte zu beachten. Es soll den Wandel der Geschichte verdeutlichen und ein Gefühl der Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft bewusst machen.

Edelweiß

Edelweiß

Das Edelweiß ist traditionell das Sinnbild für Kameradschaft und Zusammenhalt der Gebirgstruppen. Die Soldatinnen und Soldaten des Gebirgspanzerbataillons 8 tragen mit Stolz das Edelweiß als äußeres Zeichen der Verbundenheit zur Gebirgstruppe am schwarzen Barett der Panzertruppe.

Vita Kommandeur
OTL Dellschau

Panzerbataillone der Bundeswehr

Oberstleutnant der Reserve Oliver Dellschau wurde am 23.06.1968 in Soltau geboren. Er ist verheiratet.

1987 bis 1989 Eintritt in die Bundeswehr und Ausbildung zum Reserveoffizier bei Panzerlehrbataillon 94 in Munster
1991 Zugführer bei Panzerbataillon 544 (teilmobilisiert) in Hermeskeil und Panzerbataillon 343 in Koblenz
1992 bis 1995 S2-Offizier (Militärische Sicherheit und Nachrichtenwesen) bei Panzerbataillon 343 in Koblenz und Panzerbataillon 363 in Külsheim
1993 bis 2009 Mitglied der Deutschen Mannschaft der Internationalen Reserveoffiziervereinigung CIOR im Militärischen Fünfkampf
1995 bis 2001 Stellvertretender Kompaniechef, später Kompaniechef Panzerbataillon 153 (teilmobilisiert) und Panzerbataillon 154 in Westerburg
2002 S3-Stabsoffizier bei Panzerbataillon 154 in Westerburg
2002 bis 2003 Verbindungsstabsoffizier Heeresführungskommando zum NATO Joint Headquartiers Centre in Heidelberg
2003 bis 2008 Stabsoffizier in der G3-Abteilung (Planung, Ausbildung und Übungen) im Heeresführungskommando in Koblenz
2008 bis 2012 Stellvertretender Kommandeur Panzerbataillon 104 in Pfreimd
2012 bis 2014 Kommandeur Panzerbataillon 104 in Pfreimd
seit 20.09.2014 Kommandeur Gebirgspanzerbataillon 8 (teilaktiv) in Pfreimd
Aufstellung
Abschreiten der Front
Pfreimd, 30.09.2014.

Gebirgspanzerbataillon 8 wieder im Dienst!

Mit einem feierlichen Appell ist am 20. September 2014 das Gebirgspanzerbataillon 8 wieder aufgestellt worden. Mit der symbolischen Übergabe der Truppenfahne hat der stellvertretende Kommandeur der Division Süd, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, die Führung des wiederauferstandenen Traditionsverbandes an Oberstleutnant der Reserve Oliver Dellschau übergeben.

Das Gebirgspanzerbataillon 8 wurde in der Bundeswehr nicht zum ersten Mal aufgestellt. Im Jahr 1981 fand schon einmal in der Gemeinde Kirchham im Landkreis Passau eine Indienststellung statt. Zuerst war das Bataillon ein Truppenteil der 1. Gebirgsdivision. In den neunziger Jahren gehörte das Gebirgspanzerbataillon 8 dann unter anderen zur Panzerbrigade 12 "Oberpfalz". Im Rahmen von Umstrukturierungen in der Bundeswehr wurde der Traditionsverband im Jahre 1997 außer Dienst gestellt.

Neue Herausforderungen – bewährte Tradition

Brigadegeneral Ernst-Otto Berk bei seiner Rede am Marktplatz in Pfreimd
Brigadegeneral Ernst-Otto Berk bei seiner Rede am Marktplatz

Um die Tradition als Teil der Gebirgstruppe aufrechtzuerhalten, werden die Panzermänner des Gebirgspanzerbataillons 8 auch das Edelweiß am schwarzen Barett tragen. Überhaupt soll die Tradition dieses "alten, jungen" Verbandes, wie Brigadegeneral Berk in seiner Rede feststellte, einen angemessenen Platz erhalten. Aus diesem Grund soll ebenfalls eine entsprechende Patenschaft mit der Gemeinde Kirchham wiederbelebt werden. Berk betonte: "Viele neue Herausforderungen gilt es, in Fortführung bewährter Traditionen zu meistern".

Das Konzept als teilaktives Bataillon

Das Gebirgspanzerbataillon 8 ist als teilaktiver Verband konzipiert und soll eine besondere Verknüpfung von aktiven Soldaten und Reservedienstleistenden ermöglichen. Zwei der vier Kompanien sind aktiv. Sie gehen aus der Umgliederung der Einsatz- und Unterstützungskompanien des Panzerbataillons 104 in Pfreimd und des Panzerbataillons 393 in Bad Frankenhausen hervor. Diesen Bataillonen sind die aktiven Panzerkompanien im Frieden unterstellt. Der Stab, die 1. und 2. Kompanie sind gekadert, das heißt ihr Personal besteht aus Soldaten der Reserve. Im Verteidigungsfalle werden die beiden aktiven Kompanien dem Gebirgspanzerbataillon 8 unterstellt. Dieses würde dann seinen Dienst in der Gebirgsjägerbrigade 23 versehen.

Reserveoffizier übernimmt die Führung

Oberstleutnant der Reserve Oliver Dellschau übernimmt die Führung des Gebirgspanzerbataillons 8
Oberstleutnant der Reserve Oliver Dellschau übernimmt die Führung des Gebirgspanzerbataillons 8

Im Rahmen des Appells übernahm mit Oberstleutnant Oliver Dellschau ein erfahrener Reserveoffizier die Geschicke des Bataillons. Der 46-Jährige wurde zum Reserveoffizier ausgebildet und war seither in verschiedensten Positionen als Reservist tätig. Zuletzt hatte er den sogenannten "gespiegelten Dienstposten" als Kommandeur des Panzerbataillons 104 in Pfreimd inne. Diese Dienstposten können bei Abwesenheit des aktiven Soldaten durch Reservisten besetzt werden.

Erste Übung
AGSHP

Aktive Reserve: Erste Übung des Gebirgspanzerbataillons 8

In Pfreimd hat das Gebirgspanzerbataillon 8 seine erste Übung durchgeführt. Um sich in Sachen Taktik, Waffen und Gerät aus- und weiterzubilden, kamen 65 Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen zu einer Kurzwehrübung des im September aufgestellten Verbandes.

Im Rahmen der Taktikausbildung führt Bataillonskommandeur Oliver Dellschau eine Lageorientierung auf der Karte durch
Im Rahmen der Taktikausbildung führt Bataillonskommandeur Oliver Dellschau eine Lageorientierung auf der Karte durch

Der Kommandeur des Gebirgspanzerbataillons 8, Oberstleutnant der Reserve Oliver Dellschau, begrüßte zu Beginn der Übung die teilnehmenden Soldaten: "Es freut mich sehr, dass Sie alle so engagiert sind und selbst Ihr freies Wochenende mit den Kameraden des Gebirgspanzerbataillons 8 verbringen, um unseren Ausbildungstand zu erhöhen." Ein Soldat reiste dazu sogar aus dem rund 570 km entfernten Osnabrück nach Pfreimd an.

Zudem trug der Bataillonskommandeur zum aktuellen Stand der Struktur "HEER2011" und zur Lage der übergeordneten Verbände vor. Dellschau betonte die Bedeutung des "Dynamischen Verfügbarkeitsmanagement" für das Bataillon und ging auf Unterschiede zwischen dem Kampfpanzer "Leopard 2 A6" und der neu in die Truppe kommenden Version "Leopard 2 A7" ein.

Ausbildung an Simulatoren und im Gelände

Reservisten des Gebirgspanzerbataillons 8 bilden sich am Turmtrainer „Kampfpanzer Leopard 2“ aus
Ausbildung am Turmtrainer

Die Reservisten des Gebirgspanzerbataillons 8 planten ihre Ausbildungen in Pfreimd selbst: Aufgeteilt in mehrere Gruppen wurde der "Gefechtsdienst aller Truppen" im Gelände geübt und Taktik ausgebildet. Der Couleurverband des Bataillons, das Panzerbataillon 104, unterstützte die Waffen- und Geräteausbildung mit Material. So konnten die Reservisten am Turmtrainer das Zusammenspiel als Besatzung eines Kampfpanzers "Leopard 2" üben. Am Schießsimulator "AGSHP" konnten die Soldaten den Umgang mit dem Gewehr "G 36" und der Pistole "P 8" bei Gefechtsschießen auffrischen und weiter ausbauen.

Erfolgreiche erste Übung

„Ohne Mampf kein Kampf“: Die Verpflegung der Teilnehmer erfolgte wie bei Übungen üblich aus Thermen
„Ohne Mampf kein Kampf“: Die Verpflegung der Teilnehmer erfolgte wie bei Übungen üblich aus Thermen

"Waffenkammergerät vollzählig, alle Männer wohlauf und Ausbildungsziele erreicht!" – mit dieser Meldung hat am Sonntag das Abschlussantreten der Kurzwehrübung begonnen. Kommandeur Dellschau zog eine positive Bilanz und dankte dem Panzerbataillons 104 für die hervorragende Unterstützung. Mit einem dreifachen "Panzer Hurra" endete die erste Übung des Gebirgspanzerbataillons 8.

Noch Stellen frei

Einweisung im Gelände: Der „Gefechtsdienst aller Truppen“ war Teil der Ausbildung in Pfreimd
Einweisung im Gelände: Der „Gefechtsdienst aller Truppen“ war Teil der Ausbildung in Pfreimd

Das Gebirgspanzerbataillon 8 wurde am 20. September 2014 als teilaktives Bataillon der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Dienst gestellt. Viele Dienstposten wurden inzwischen mit engagierten Reservisten besetzt. Dennoch sind in der S1(Personal)- sowie in der S4(Logistik)-Abteilung des Stabes und in der Transportgruppe der 1. Kompanie noch einige Stellen verfügbar.

Wer Interesse an einer entsprechenden Verwendung hat, kann sich direkt an den S1-/S3-Feldwebel des Gebirgspanzerbataillons 8 unter Telefon 09606 / 888 - 2551 oder E-Mail gebpzbtl8s1posteingang@bundeswehr.org wenden.

Stabswoche
OSF Velten
Ein Erfahrungsbericht

Reservist in einem teilaktiven Bataillon

Oberstabsfeldwebel Manuel Velten berichtet über seine Eindrücke nach seiner ersten Übung beim Gebirgspanzerbataillon 8. Manuel Velten ist ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht. Der 45jährige Oberstabsfeldwebel der Reserve ist zweifacher Vater und arbeitet im zivilen Leben als hauptamtlicher Mitarbeiter des Reservistenverbandes. Er ist dort als Kreisorganisationsleiter in Koblenz tätig. Eine gute Sache, befindet Velten: "Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können."

Gute Eindrücke bei der Übung

Als Reservist übte er nun beim teilaktiven Gebirgspanzerbataillon 8. Die ersten Eindrücke sind durchweg gut. "Das Bataillon ist ein sehr gut aufgestellter Verband, in dem Kameradschaft und Zusammenhalt großgeschrieben werden", urteilt der Oberstabsfeldwebel. Auch stehe der Kommandeur immer hinter seinen Soldatinnen und Soldaten. Zudem sei die Unterstützung vor Ort durch das Panzerbataillon 104 bei der laufenden Übung vorbildlich. So sei man mit einem eigenen kleinen Rechner-Netzwerk ausgestattet worden, um die Ziele der Übung erfüllen zu können.

Der Auftrag: Grundlagen schaffen für das Jahr 2015

Velten war gemeinsam mit den Kameraden der anderen Stabsabteilungen eingesetzt, um die weiteren Vorhaben des Gebirgspanzerbataillons im Jahr 2015 zu planen. Er selber war dabei im Führungsgrundgebiet 3 schwerpunktmäßig mit der Erstellung der für die Vorhaben notwendigen Befehle beauftragt. Für den erfahrenen Reservisten kein Neuland: Nach seiner aktiven Dienstzeit, in der er als Panzerfeldwebel tätig war, wurde er bereits 2004 als S3-Feldwebel auf Kommandoebene eingesetzt.

Der Weg zum Gebirgspanzerbataillon 8

Über Berichte über die Einheit auf deutschesheer.de und einem Flyer des Bataillons gelangte Velten zu der teilaktiven Einheit. Nach der Kontaktaufnahme und einem Gespräch mit den Verantwortlichen war ihm schnell bewusst: "Hier werde ich gebraucht, hier kann ich mich einbringen". Auch ein Gedanke, den vermutlich jeder Reservist der Panzertruppe nachvollziehen kann, spielte eine Rolle: "Wieder so eng an der Panzerei zu sein, hat natürlich seinen eigene Charme."

Für den Oberstabsfeldwebel und die anderen Reservisten der Einheit war die Übung kein einmaliges Gastspiel. Bereits im Juli steht die Stabsrahmenübung "Schwerer Reiter" und im September ein Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr auf dem Plan.

Schwere Reiter
Französischer Kürassier

Schwere Reiter

Im Juli wurden der Stab und die Bataillonsführung des Gebirgspanzerbataillons 8, sowie die Führungsleiste der 2. Kompanie zu einer Übung herangezogen, um sich taktisch im Gefecht der verbundenen Kräfte weiterzubilden. 21 Kameraden stellten sich dieser Herausforderung. Ganz der Tradition der berittenen Kürassiere folgend, findet sich doch der Kürass ebenfalls im Wappen des Bataillons, hat die Übung den Namen "schwere Reiter" getragen.

Rahmenlage

Der S3 Stabsoffizier und Projektoffizier für dieses Vorhaben, Major Dr. Robert Glawe, konnte für Planung und Durchführung der Ausbildung Herrn Oberstleutnant Matthias Klotz (stellvertretender Leiter OMLT der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Amberg) gewinnen. Die durch die Brigade erstellte professionelle Lage konnte so als hervorragende Basis für das Übungsvorhaben dienen. Die taktische Lage bildete dabei ein Verzögerungsgefecht im Raum Amberg-Schmidgaden-Stulln bis hin zur Verzögerungslinie an der Naab ab.

Gefechtsstandarbeit

Einweisung in die Lage im Bataillonsgefechtsstand
Einweisung in die Lage im Bataillonsgefechtsstand

Bevor zur Erkundung und Geländeorientierung in den Übungsraum verlegt werden konnte, musste erst einmal der Bataillonsgefechtsstand eingerichtet, aufgebaut und mit Leben gefüllt werden. Parallel erfolgten die ersten Unterrichte mit Übungen direkt am konkreten Beispiel. So galt es die unterschiedlichen Wissensstände auf ein gemeinsames Niveau zu heben, die Arbeit mit der Lagekarte zu schulen und zu einer Standardisierung von Abläufen im taktischen Einsatz des Bataillons zu finden. Das Ziel der Übung: Den Operationsplan zur Verzögerung im Rahmen der "BdL" (Führungsprozess, Beurteilung der Lage) zu entwickeln und im Bataillonsstab mit dem Kommandeur einen Entschluss für den gedachten Verlauf der Verzögerung zu erarbeiten.

Erkundung im Gelände

Orientierung im Gelände
Orientierung im Gelände

Mit vorbereiteten Karten, Kompass, Doppelfernrohr und dem vorläufigen Operationsplan in der Hand ging es in den folgenden Tagen mehrfach in den Übungsraum. Das große Erkundungskommando wurde hier allerdings durch Kleinradfahrzeuge simuliert. Alle Teilnehmer hatten ausreichend Gelegenheit, Geländeorientierung und die taktische Arbeit mit der Lagekarte zu üben. Um den Vorgaben der Lage gerecht zu werden, erhielten Angehörigen des Gebirgspanzerbataillons dabei Unterstützung von Oberleutnant Bossemer vom Panzergrenadierbataillon 122, der mit hervorragender Grenadierexpertise zur Seite stand, so dass auch dieses taktische Element in das Verzögerungsgefecht einfließen konnte. Die Kampfkompanien wurden somit durch kleine "Rahmenleitungsgruppen" von jeweils 2 Soldaten dargestellt.

Abschluss mit Kameradschaftsabend

Beförderung von Oberstabsfeldwebel Dieter Gemmel
Beförderung

Der erfolgreiche Abschluss der Übung wurde durch die Beförderung des Kompaniefeldwebels der 1. Kompanie zum Oberstabsfeldwebel gekrönt. Nach einem Kameradschaftsabend im Ratskeller in Weiden folgte die Schlussbesprechung am letzten Übungstage in Pfreimd – und die Verabschiedung auf teilweise weite Heimwege durch den Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Oliver Dellschau.

Trotz sehr unterschiedlicher Höhe der Ausbildungsstände zu Beginn der Übung konnten gemeinsame Standards für die zukünftige Gefechtsstandarbeit etabliert werden. Der "schwere Reiter" soll nun fest ins Ausbildungsprogramm des Gebirgspanzerbataillons aufgenommen werden und jährlich, gegebenenfalls durch SIRA unterstützt, wiederholt werden.

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Generalleutnant Jacobson
Generalleutnant Jacobson

Carsten Jacobson

Generalleutnant
Vorsitzender

General a.D. Wolfgang Brüschke
General a.D. Wolfgang Brüschke

Wolfgang Brüschke

Brigadegeneral a.D.
Stellvertretender Vorsitzender

Oberst a.D. Schneider
Oberst a.D. Schneider

Wolfgang Schneider

Oberst a.D.
Stellvertretender Vorsitzender