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Symposium 2014 in Munster

2015-06-18 20:07
von Redaktion
2014

Die Panzertruppen- Entwicklung, Ausbildung und Einsatz

Brigadegeneral a.D. Wolfgang Brüschke bei der Begrüßung
Brigadegeneral a.D. Wolfgang Brüschke bei der Begrüßung

Erneut war eine große Zahl von Teilnehmern der Einladung der Freundeskreise der Panzer- und Panzergrenadiertruppe zum Symposium am 6. und 7. März 2014 an das AusbZentrum nach Munster gefolgt. Zwar standen Informationen aus erster Hand über die Entwicklung der Streitkräfte, speziell natürlich der gepanzerten Kampftruppen, im Mittelpunkt der Veranstaltung, aber auch die kameradschaftlichen Begegnungen und Gespräche kamen nicht zu kurz, prägen gerade diese doch den speziellen Charakter des Treffens.

Dem Rotationsprinzip folgend war in diesem Jahr der Freundeskreis der Panzertruppe mit der Planung, Organisation und Durchführung betraut und in Vertretung von GenLt a.D. Korte, der krankheitsbedingt leider verhindert war, begrüßte Brigadegeneral a.D Wolfgang Brüschke, auch im Namen von GM Spindler, dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Panzergrenadiertruppe, die Teilnehmer sehr herzlich. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Einladung der beiden Freundeskreise wiederum einen so großen Zuspruch erfahren haben. Er wertete dies als Beweis des hohen Interesses an den Themen, an den Referenten und sicher auch an den kameradschaftlichen Gesprächen am Rande.

Ein Kreis von Förderern der Panzertruppen, in dem ausgiebig über die heutigen und zukünftigen Probleme der Panzertruppen diskutiert wurde und damit einem besonderem Ziel der Freundeskreise entsprach, nämlich die Verbindung über die Generationen zu pflegen. Gerade in Zeiten des Wandels kommt der Information und dem Erfahrungsaustausch generationsübergreifend eine besondere Bedeutung zu, und dies nicht zuletzt auch in geselliger Runde im Rahmen des Gesellschaftsabends, der wie immer in kameradschaftlicher und aufgeschlossener Atmosphäre Raum für die Auffrischung von Erinnerungen und Rückblicke in vergangene Tage gewährte.

Im Mittelpunkt der thematischen Ausrichtung des Symposiums standen die derzeitig drängenden Fragen nach den Auswirkungen der Strukturentscheidungen bei der Umsetzung bzw. Realisierung in der Truppe hinsichtlich Entwicklung, Ausbildung und Einsatz. Dafür konnten wieder hochrangige und qualifizierte Vortragende gewonnen werden, die kompetent und interessant ein informatives und attraktives Themenspektrum anboten und die jeweilige "Lage vor Ort" beleuchteten, ohne sich dabei hinter einer Fassade mit der Rhetorik des "guten Gefühls" zu verstecken oder anstehende und drängende Probleme mit schönen Formeln und Nebelbegriffen zu überdecken. Sehr wohltuend war auch diesmal wieder die schon gewohnte offene und vertrauensvolle Form der Informationsvermittlung und Argumentationskultur gepflegt und respektiert, wofür den Vortragenden ausnehmend Dank zu schulden ist. Dies hat maßgeblich mit zu einem kameradschaftlichem und entspanntem Klima, bei durchaus vorhandenen Kontroversen in der Sache, beigetragen.

Neue Panzertechnik als Modell
Neue Panzertechnik als Modell

Der Tradition folgend, gehörte der erste Vortrag dem Hausherrn, dem Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster, Brigadegeneral Andreas Marlow. Erfahrungsgemäß gibt es am Ausbildungszentrum zu keiner Zeit Stillstand und deshalb ist es für die "Gepanzerten" stets von hohem Interesse zu wissen, welche Prozesse, Aktivitäten oder Entwicklungen an ihrer "alma mater" gerade bewältigt werden (müssen), gleichgültig wann man zuletzt "auf Stand" gebracht wurde. Im Anschluss daran trug Oberst Schwitalla als General der Panzertruppen speziell zum Stand des Ausbildungszentrums Panzertruppen vor. Dem schloss sich eine kurze Information zum neuen Konzept des Deutschen Panzermuseums an. Hierfür konnte dessen Direktor, Herr Ralph Raths, gewonnen werden.

Der zweite Tag war thematisch konzentriert auf den unmittelbaren Bezug "zur Truppe" sowie dem Auftrag und den Aufgaben des Amtes für Heeresentwicklung und dem Ausbildungskommando hinsichtlich deren Auftrag und Zuständigkeit bei der Ausbildungsgestaltung und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Truppengattungen.

Ausstellung von Exponaten der anwesenden Firmen
Ausstellung von Exponaten der anwesenden Firmen

Ein Bataillonskommandeur berichtete ausführlich von den vielfältigen Aktivitäten und Anforderungen an die Dienstgestaltung zwischen den Einsätzen, die sein Bataillon in ganz erheblicher Weise forderten und die weit überwiegend von der klassischen "Panzerei" geprägt waren. Nicht minder weniger Truppennähe wurde bei dem Vortrag der beiden Oberleutnante Elflein und Fritzsche spürbar, die beide zu ihren Erfahrungen mit der "neuen Offizierausbildung" vortrugen. Die thematische Abrundung erfolgte abschließend durch die Vorträge von Oberst i.G. Peldzschus und Oberst i.G. Paulus, die zu Konzeption, Struktur, Ausbildungs- und Weiterentwicklungsaspekten des Ausbildungskommandos Leipzig und des Amtes für Heeresentwicklung vortrugen. Eine Bereicherung für das Symposium war im Foyer die Präsentation ausgewählter Exponate von Firmen der Rüstungsindustrie sowie des Deutschen Panzermuseums. Brigadegeneral a.D. Brüschke dankte den Firmen für ihr Engagement im Rahmen des Symposiums und forderte die Teilnehmer auf, die Gelegenheit zu nutzen und sich über aktuelle technische Entwicklungen zu informieren und dabei den einen oder anderen "wehrtechnischen Edelstein" schon einmal in Augenschein zu nehmen.

Dem kam man gerne nach und so mancher Teilnehmer war von den frappierenden Neuerungen begeistert und teilweise ergaben sich durchaus auch neue Blickwinkel zum Einsatzund Fähigkeitsspektrum in Ausbildung und Übung für den Einsatz. Das Spektrum war breit gefächert und umfasste u.a. die Firmen KMW, Glückauf – Logistik, MBDA sowie das LogKdo der Bundeswehr aus ERFURT. Gleichzeitig präsentierte sich im Foyer auch das Deutsche Panzermuseum, das seinen neuen konzeptionellen Ansatz vorstellte und sich anregender Diskussionen im Kreise der Teilnehmer stellte.

Operative Probleme und logistische Herausforderungen

bei der Herauslösung und Rückführung von Personal und Material aus Einsätzen über strategische Entfernungen

Generalmajor Hans Antoni, Kdr LogKdoBw
Generalmajor Hans Antoni, Kdr LogKdoBw

Der Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr (LogKdoBw), Generalmajor Antoni, mit Sitz in Erfurt, hatte mit seinem Vortrag durchaus die strategische Dimension im Blick, als er die Planungen zur Sicherstellung der Rückverlegung deutscher Kräfte aus Afghanistan darstellte. Zuvor nutzte er aber die Gelegenheit, den Auftrag, die Struktur sowie die Rolle und das Selbstverständnis des (LogKdoBw), ein "Produkt" der Bundeswehrreform, kurz vorzustellen und zu erläutern. Zurzeit befindet sich das LogKdoBw mitten im Prozess der Transformation i.R. der Neuausrichtung der Bundeswehr mit der Folge, dass die Personalstärke Anfang 2013 von rund 23.000 Mitarbeitern auf den in der Zielstruktur nach (PSM 185) vorgesehenen Dienstpostenumfang bis Ende 2017 auf 15.000 abgeschmolzen werden muss. Selbstverständlich muss während der gesamten Dauer des Prozesses der Neuausrichtung die volle Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten bleiben. Die notwendige Unterstützung für das zukünftig vorzuhaltende Fähigkeitsspektrum der Streitkräfte verlange ein flexibles und hochgradig adaptives logistisches System. Die mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis würden zwar in der neuen Struktur weiterhin ein breites Leistungsspektrum bieten, andererseits jedoch nur abgestuft durchhaltefähig sein. Aufgrund dessen habe er bereits im Zuge der Aufstellung des Kommandos drei Handlungslinien formuliert, entlang derer die Weiterentwicklung ausgerichtet wird.

So verfolge das LogKdoBw den Aufbau einer Befähigungslage Logistik für Einsätze der Bundeswehr. Ziel ist es, die Erfüllbarkeit konkreter Forderungen an das Logistische System der Bundeswehr vor dem Hintergrund aktuell verfügbarer Ressourcen der gesamten Bundeswehr – einschließlich der Leistungen Dritter – bewerten zu können. Parallel arbeite man an Möglichkeiten des Aufbaus und Ausbaus multinationaler militärischer Kooperationen für ein mögliches Zusammenwirken in einem gemeinsamen Einsatz. Gegenseitiger Nutzen der beteiligten Nationen durch die Reduzierung des jeweiligen Kräfteund Mitteleinsatzes stehe hier im Vordergrund. Und schließlich strebe das Kommando für die logistische Unterstützung von Einsätzen Partnerschaften mit nationalen und internationalen gewerblichen Leistungserbringern an. Im Ergebnis soll die Erschließung planbarer und gesicherter Leistungen für den Einsatz stehen. Hier gelte es, militärische Kapazitäten bedarfsgerecht zu ergänzen und Lösungen zu finden, die eine frühzeitige Einbindung der Wirtschaft schon in der Phase der Planung ermöglichen. Damit das LogKdoBw entlang dieser Handlungslinien in der Weiterentwicklung erfolgreich sein könne, führe es daher einen engen Dialog und Informationsaustausch mit allen Partnern im Logistischen System der Bundeswehr.

Ressourcen und Grobstruktur KdoBer LogKdoBw
Ressourcen und Grobstruktur KdoBer LogKdoBw

Dabei wird das Jahr 2014 ein Jahr des Überganges.

  • Die Sicherstellung der fachlichen Kompetenz auf hohem Niveau
  • die erfolgreiche materielle Rückverlegung ISAF
  • der planmäßige Abschluss der Organisationsmaßnahmen
  • die zielgerichtete Ausbildung zur Sicherstellung der Einsätze
  • sowie eine engagierte Nachwuchsgewinnung sind die
  • Eckpfeiler für die gemeinsame Arbeit im diesem Jahr

Zum eigentlichen Thema stellt Generalmajor Antoni zunächst einmal fest, dass die Herauslösung und Rückverlegung von Personal und Material aus Afghanistan zu den größten logistischen Herausforderungen in der Geschichte der Bundeswehr zählt. Dies betrifft den Umfang und die Komplexität gleichermaßen. Für diese Operation verfügt das LogKdo- Bw über gut ausgebildetes Personal, das seine Aufgabe beherrsche. Man ist aber auch den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen unterworfen und mache ständig neue Erfahrungen. Die Zeitachse und die Handlungserfordernisse seien durch den politischen Rahmen vorgegeben bzw. beeinflusst. General Antoni zeigte die wesentlichen Eckpunkte des politischen Entscheidungsprozesses vom NATO Summit CHICAGO über NATO Herbsttreffen, nationale Entscheidungen bis hin zur AFG Loya Jirga mit ihren Auflagen auf.

Übersicht LogKdo der Bw
Übersicht LogKdo der Bw

Die Herausforderung der Rückverlegung werde besonders durch folgende Faktoren bestimmt:

Rückbau:

  • Feyzabad
  • OP North
  • Kunduz und besonders
  • Mazar e Sharif
  • Vollständige Rückverlegung des Materials aus AFG bis 31.12.2014 (NULL-LINIE)

Aufgabe des LogKdoBw sei hierbei:

  • Planung und Koordinierung aller (logistischen) Prozesse
  • Rückführungsorganisation
  • Verfügbarkeit zusätzlicher logistischer Kräfte
  • Materialkategorisierung
  • Neue Lösungen

Danach ging Generalmajor Antoni auf die Rückverlegeorganisation und dabei zuerst auf die verfügbaren Transportwege ein. Für die Rückverlegung stünden grundsätzlich fünf verschiedene Routen zur Verfügung. Transitauflagen, Kapazitätsengpässe bei der Zollabfertigung und kurzfristige Grenzschließungen schränkten jedoch die Verfügbarkeit der Landverbindungen deutlich ein. Die Wahl des Transportweges werde insbesondere durch die Faktoren Wirtschaftlichkeit und garantierte Verfügbarkeit bestimmt. Der direkte Lufttransport von Afghanistan nach Deutschland für den Gesamtumfang des Materials verböte sich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten und auch mit Blick auf den begrenzten strategischen Transportraum. Im Einsatzland, in Afghanistan, wurde und wird alles Material nach festen Kriterien bewertet, um über eine Rückführung nach Deutschland oder eine Aussonderung/ Verwendung in Afghanistan zu entscheiden. Die Kategorisierung stelle sicher, dass unbrauchbares und nicht mehr instandsetzungswürdiges Material nicht nach Deutschland zurückgeführt, sondern vor Ort ausgesondert wird. Für die Rückführung wurde im Ergebnis ein Gesamtvolumen von 1.200 Fahrzeugen und rund 4.800 Container-Äquivalenten ermittelt, das in der Folge als planerische Grundlage zur Berechnung der Transportkapazitäten sowie zur Ausplanung der Rückführorganisation genutzt werden konnte bzw. wird.

Der eigentliche Materialrückfluss werde wesentlich von den operativen Erfordernissen im Einsatz und somit von der damit verbundenen Freisetzung von Material aufgrund Fähigkeitsverzichts bzw. regionaler Konzentration der Kräfte bestimmt. Aus logistischer Sicht sei die materielle Rückverlegung mehr als nur eine Transportaufgabe. Sie stelle vielmehr einen Prozess dar, der im Einsatzgebiet beginne und erst in der logistischen Basis Inland mit der Instandsetzung und Rückgabe des zurückgeführten Materials an den Nutzer ende.

Die Truppenteile im Einsatzkontingent sind verantwortlich für ihr Material und leiten auf Basis der bereits angesprochenen Kategorisierung der Materialpositionen entweder eine Aussonderung ein oder liefern dieses an die Materialschleuse in Mazar e Sharif. Die seit Februar 2013 eingesetzte Materialschleuse in MeS ist der verlängerte Arm der Zentrallogistik in Deutschland und entlastet unmittelbar bei Übernahme des Materials die Truppenteile des Einsatzkontingents von deren Materialverantwortung. In der Materialschleuse wird das Material auf Vollzähligkeit und Vollständigkeit geprüft. Weiter werden eine Technische Durchsicht und eine Tierseuchenprophylaxe durchgeführt und das Material wird für den Transport vorbereitet. Die Materialschleuse hat eine Personalstärke von bis zu 65 Soldaten. Das ausgesonderte Material wird an die Einsatzwehrverwaltungsstelle in Mazar e Sharif übergeben und in deren Verantwortung der Verwendung zugeführt. Aus der Materialschleuse heraus erfolgt dann der Transport unmittelbar nach Deutschland bzw. zunächst zum logistischen Umschlagpunkt in die Türkei. Bei der Auswahl des jeweiligen Transportweges war es Planungsabsicht, die Vorteile des Lufttransports mit dem kostengünstigen Transport über Schiene oder See zu kombinieren und eine multimodale Transportlösung (Luft-Schiene bzw. Luft-See) über ein sicheres Drittland zu realisieren.

LogUgPkt TRABZON
LogUgPkt TRABZON

Für die Einrichtung eines logistischen Umschlagpunktes wurden Standorte betrachtet, die ca. 3,5 Flugstunden von Mazar e Sharif entfernt sind und somit mehr als einen Umlauf täglich erlauben. Trapzon in der Türkei wurde mit Blick auf die vor Ort befindliche logistische Infrastruktur sowie die Möglichkeit zur Nutzung von Host Nation Support und ziviler Ressourcen als der am besten geeignete Standort ermittelt. 80 bis 85% des Materials soll über den in Trapzon eingerichteten logistischen Umschlagpunkt zurückgeführt werden. Für den Bahntransport über die Nordroute, die über Usbekistan, Kasachstan, Russland und Klaipeda in Litauen bis nach Deutschland führt, rechnen wir mit einem Volumen von ca. zehn Prozent des Rücklieferungsumfanges. Der direkte Lufttransport von Afghanistan nach Deutschland soll grundsätzlich nur für die Rückverlegung von sicherheitsempfindlichem und hoch priorisiertem Material genutzt werden. Das aus Afghanistan per Lufttransport ankommende Material wird im Hafen von Trapzon für den anschließenden Seetransport nach Deutschland vorbereitet.

Bei der Rückverlegung konnten die angestrebten Ziele für das Jahr 2013 erreicht werden. Und auch Anfang 2014 entsprach der Stand der Rückverlegung weitgehend der Planung. Es komme nun darauf an, das Tempo des Materialflusses zu halten. Allerdings seien bei Betrachtung des Spannungsfeldes der materiellen Rückverlegung, also der sich bedingenden Abhängigkeit von Qualität, Zeit und Ressourcen belastende Faktoren festzustellen. So hätten verschobene Entscheidungen zu folgenden Auswirkungen geführt:

DEU EinsKtgt ISAF

  • Unveränderte operative Vorgaben
  • Verzögertes Herauslösen von Personal/ Material
  • Anpassung der Planungen zur Rückverlegung.

Für die Rückverlegeorganisation

  • Zufluss von Material stockt
  • Kapazitätsgrenze wird unter Umständen im 2. Halbjahr 2014 überschritten
  • Zielerfüllung Null-Linie ist, wenn überhaupt, nur noch bei Qualitätsminderung erreichbar
Wo steht die Logistik
Wo steht die Logistik

Es wird für 2014 daher erforderlich sein, eine regelmäßige Anpassung der Planungen zur Rückverlegung durchzuführen. In dieser Planung müssten die "Politischen Meilensteine" aus 2014 entsprechend ihrer Bedeutung und Auswirkungen einbezogen werden.

Dies sind im Wesentlichen die Unterzeichnung der Verträge zwischen den USA und AFG sowie verschiedene, darauf aufbauende Vereinbarungen zwischen der NATO und AFG, die durch den AFG-Präsidenten unterzeichnet werden müssen, was wiederum abhängig ist von dessen Wahl mit ungewissem Ausgang. Der Zeitpunkt der Unterzeichnung ist völlig offen, was sich nicht nur auf den Abfluss des Materials auswirkt, sondern auch die materielle Ausstattung des neuen Kontingentes betrifft, das möglicherweise ab 1. Januar 2015 in AFG unter neuem Mandat eingesetzt werden. Art und Umfang der Stationierung der neuen Mission sowie deren materielle Ausstattung haben unmittelbare Auswirkungen auf die Rückverlegung, da sich die neue Mission auf das Material des deutschen Einsatzkontingentes ISAF abstützt.

Diese "Politischen Meilensteine" wirken sich unmittelbar auch auf den politischen Entscheidungsprozess NATO/ DEU zur Mandatierung Resolute Support aus. Der Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr zog zum Ende seines hochinformativen Vortrags ein kurzes Fazit: Die logistischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Rückverlegung des deutschen Einsatzkontingentes ISAF wurden geschaffen. Die ersten Erfahrungen aus der Rückverlegung bestätigen den gewählten Gesamtansatz. Der parallel stattfindende Lessons-learned Prozesss trägt zudem dazu bei, die aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen verzugslos in die Folgeplanungen einfließen zu lassen.

Die Panzertruppen im HEER 2011

Konzeption-Struktur-Weiterentwicklung

Oberst i.G. Paulus anlässlich seines Vortrages
Oberst i.G. Paulus anlässlich seines Vortrages

Im ersten Teil seines Vortrages befasste sich Oberst i.G. Paulus hauptsächlich mit der Sachdarstellung zum Aufbau und Struktur des Amtes für Heeresentwicklung (AHEntwg). Dieser Teil wird nur stark gekürzt wiedergegeben, da zum Amt für Heeresentwicklung bereits in der Ausgabe "Das Schwarze Barett" No. 50 S. 27 ff. zu Rollen und Aufgaben im Heer am Beispiel der Gruppe Panzertruppen ausführlich berichtet wurde.

Das Fazit lautet: " die Übergabe der Aufgaben des Bereiches Weiterentwicklung (Ber WE) des Ausbildungszentrums Panzertruppen zur neu aufgestellten Gruppe Panzertruppen ist vollzogen. Personell musste in Köln aber grundsätzlich ein Neuanfang gemacht werden.

Die Mehrheit des Personals des Bereiches WEntw des AusbZ PzTr wurde, auf andere Dienstposten am AusbZ MUNSTER versetzt.

Die Aufbau- und Ablauforganisation für die Teilhabe und Mitwirkung im Rahmen des integrierten Planungsprozess bringt naturgemäß durch die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen erhebliche Anpassungs- Abgrenzungs- und Abstimmungsprobleme mit sich, die z.T. sehr spezifische Herausforderungen darstellen. So muss die vormals eigenständig durchgeführte Weiterentwicklung der Truppengattungen zu einem Gesamtsystem im Rahmen des Heeres zusammengeführt und optimiert werden. Daraus ergeben sich neue Aufgaben, und Zuständigkeiten, die als Kernaufgabe der neu aufgestellten Gruppen Panzertruppen (PzTr und PzGrenTr), Infanterie und Heeresfliegertruppe in der Abteilung II, Weiterentwicklung Kampf (im Bild unten) dargelegt sind.

Neu im Aufgabenprofil ist auch die Verantwortung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Einsatzprüfungen taktischer Anteil – meist auf TrÜbPl – mit Unterstützung von Truppenteilen. In diesem Jahr werden zwei Einsatzprüfungen, taktischer Anteil, mit Unterstützung der 1. PzDiv. durchgeführt.

  • im August 2014 für den KPz Leopard 2 A 7 und vorher
  • m Juli 2014 Teil 2 taktischer Anteil für SPz PUMA, der – bei erfolgreicher Einsatzprüfung – ab Ende 2014 in die Nutzung gehen soll
Kernaufgaben Abt WE Kampf
Kernaufgaben Abt WE Kampf

Als Nutzertruppenteil für 14 KPz LEOPARD 2 A7 ist das PzBtl 203 in AUGUSTDORF vorgesehen. 4 KPz LEOPARD 2A7 gehen für die lehrgangsgebundene Führerausbildung an das AusbZ in Munster, ein KPz LEOPARD 2A7 steht für die technisch-logistische Ausbildung in AACHEN zur Verfügung. Oberst i.G. Paulus machte aber noch einmal deutlich, dass die Einführung KPz Leopard 2 A7 keinen Stillstand bei der materiellen Weiterentwicklung bedeutet, sondern noch erheblicher Bedarf mit dem Ziel der Anpassung an Einsätze im gesamten Aufgabenspektrum besteht.

Das bedeutet zukünftig für die Weiterentwicklung am KPz LEOPARD 2:

Einstufigkeit der Weiterentwicklung
Einstufigkeit der Weiterentwicklung
  • die Beseitigung von Schwachstellen in der Panzerung (Seite, Heck, Dach)
  • die Vergrößerung der Sichtbereiche um den KPz
  • die Integration einer Waffenstation
  • die Ausstattung mit einem Räumschild als bestimmende/ kennzeichnende Hauptmerkmale
  • der EKKA ((zusätzliche) Energieversorgungs- und Kampfraumkühlanlage) mit integrierten UltraCaps (zum Sicherstellen gleichmäßiger Spannungsversorgung)
  • der Integration von IFIS (Integriertes Führungs-und Informationssystem)
  • damit verbunden die Nutzung der neuen digitalen BV-Anlage
  • sowie eine neue Brandunterdrückungsanlage

Mit der HE-Systemanpassung, d.h. Verwendung von tempierbarer Munition (100m bis 5000m), erhöht sich der Gefechtswert, insbesondere auch für Military Operations in Urban Terrain (MOUT), da auch infanteristische Ziele z.B. hinter Deckungen, effektiv bekämpfbar geworden sind.

Mit der EKKA sind statische Aufenthalte (z.B. als Feldposten) ohne Nutzung des Haupttriebwerkes möglich, sodass damit eine materialschonendere Verwendung des KPz möglich ist.

Mit der Integration von IFIS und Nutzung der digitalen BV-Anlage ist der Einstieg der PzTr in die NetOpFü- Fähigkeit vollzogen. Weitere nicht sofort sichtbare Änderungen sind

  • ein neues Kommandantensystembediengerät
  • Fahrerbediengerät
  • und Ladeschützenbediengerät

Darüber hinaus wird auch bei den KPz Leopard 2 A7 ein WBG der 3. Generation (ATTICA) mit automatischem Kontrastabgleich eingebaut, welches im Rahmen des Obsoleszensen-managements grundsätzlich die in der Flotte eingebauten WBG TIM ersetzt.

Im letzten Teil seines Vortrages ging Oberst i.G. Paulus auf das "Leuchtturmprojekt" des Heeres, die Einführung des SPz PUMA ein. Er zeichnete noch einmal das Profil des SPZ mit seinen besonderen Merkmalen nach (Anm. Redaktion: In den letzten Ausgaben wurde wiederholt das Fähigkeitsspektrum des SPz PUMA ausführlich beschrieben, sodass auf eine Wiedergabe an dieser Stelle verzichtet wird) und machte dabei deutlich, dass mit dem PUMA der PzGrenTr ein digitales Gesamtsystem zur Verfügung steht, das die Integration aller Systemkomponenten aufweist, d.h.

  • hoch-innovative Teilsysteme – insbesondere eine 30mm MK auf einem Remote-Control-Turm + ein mehrrollenfähig einsetzbares LFKSys
  • den SchtzTrp IdZ-ES
  • aktive Schutzelemente
  • digitale Führungsmittel für NetOpFü-Fähigkeit und
  • höchste Mobilität
Beteiligte Dienststellen
Beteiligte Dienststellen

Die starke Gewichtung des Faktors Schutz - hat bereits jetzt zu Neuansätzen bei der konstruktiven Auslegung der Plattform geführt. Der taktische Einsatz des SPz PUMA findet fast ausschließlich unter Luke statt, dies ist ein Alleinstellungsmerkmal des PUMA. Allerdings hat sich bei der dauerhaften Führung unter Panzerschutz der Einsatz der Waffen, die Führung des abgesessenen SchtzTrp mit dem System IdZ-ES und die Orientierung als besondere Herausforderung dargestellt. Die PzGrenTr steigt vom "Golf I" auf den "BMW I3 oder I8"!! um. Dies erfordert eine strukturierte Umschulung, die durch eine zentrale Einführungsorganisation gewährleistet werden soll. Der InspH hat gebilligt, dass dieses Element beim AusbZ Munster eingerichtet wird und im Wesentlichen zu leisten hat.

Individualausbildung Anleitung der Besatzungen und Züge nachhaltige Begleitung

Die Aufgabe besteht darin, die beiden zunächst getrennten Prozesse des Herstellens der materiellen Voraussetzungen und der personellen Voraussetzung zu synchronisieren, um sie später quasi zu "verheiraten". Eine wahrliche anspruchsvolle Aufgabe, die aber gelingen muss, damit das System Puma schnell und ressourcenschonend seine volle Wirkung entfalten kann. Den Umschulungsprozess als solchen hatte, in Abstimmung mit Oberst i.G. Paulus, bereits der General der Panzertruppen in seinem Vortrag dargestellt. Der Beginn der Nutzung durch das Heer ist nach erfolgreichem Abschluss der Nachweisführung ab November 2014 geplant.

Panzer üben eine enorme Faszination aus – nicht nur auf diejenigen, die sie fahren. Zur Freude aller Fans der schweren Fahrzeuge erscheint im Jubiläumsjahr zum Mauerfall dieser Typenkompass. Mit diesem Typenkompass schließt sich eine Lücke in der technischen Geschichte der deutschen Panzer. Der neue Band "KPz der NVA" in der modernen Spielberger-Reihe hat alle gepanzerten Rad- und Kettenfahrzeuge, welche bei der Nationalen Volksarmee im Einsatz waren, zum Thema. Vom T-34 der Kriegszeit über die Schützen- und Bergepanzer bis hin zum schwersten Kampfpanzer der NVA, dem sowjetischen T-72, werden alle Panzer detailliert beschrieben.

Sachstand und aktuelle Aspekte am AusbZentrum Munster

Brigadegeneral Anderas Marlow, Kommandeur AusbZMunster
Brigadegeneral Anderas Marlow, Kommandeur AusbZMunster

Brigadegeneral Andreas Marlow trug, wie wir heute wissen, zum letzten Mal als Hausherr bei einem Symposium der Panzertruppen, (s. dazu auch Bericht "Das Schwarze Barett" S. 94 ) vor. Auch er begrüßte noch einmal die Gäste und verband damit zugleich auch seinen Dank an die Organisatoren und die Teilnehmer des Symposiums für ihre Unterstützung und Verbundenheit zu den Panzertruppen. In Zeiten des massiven Wandels, der ja üblicherweise mit einem hohen Grad an Verunsicherung einhergehe, kommt seiner Auffassung nach einer derartigen Veranstaltungen eine hohe Bedeutung zu, um den Informations- und Erfahrungsaustausch über die Generationen hinweg sicherzustellen. "Deshalb freue er sich, vor diesem Kreis zum Sachstand und aktuellen Aspekten am AusbZentrum Munster vortragen zu dürfen.

Zu Anfang informierte der Kommandeur, wie schon in den Vorjahren, über den Sachstand der Strukturmaßnahmen, die das AusbZentrum Munster unmittelbar betreffen. Dem voran erläuterte BG. Marlow zunächst aber noch einmal kurz und prägnant den "neuen" Auftrag des Ausbildungszentrums, der sich im Wesentlichen auf das Kerngeschäft – "Ausbildung" – konzentriert. Rund 50 % des Offiziernachwuchses und 33 % des Unteroffizier/Feldwebelnachwuchses des Heeres werden spätestens mit Abschluss der Umstrukturierung in 2015 am AusbZ Munster pro Jahrgang ausgebildet.

Der Auftrag dazu lautet schlicht: "Sicherung der Ausbildungsqualität durch Konzentration auf die Kernaufgaben". Dazu kommt als weiteres der Auftrag nationale und internationale Besucher über den Stand und die Neuerungen in den Bereichen der Ausbildung und der technischen Weiterentwicklung zu informieren. Temporär erweitert wird der Auftrag durch die Aufträge zur Einnahme der Struktur i.R. HEER2011 und zur Einführungsorganisation PUMA.

Sachstand AusbZ MUNSTER
Sachstand AusbZ MUNSTER

Der Rückblick auf das Jahr 2013 begann BG Marlow mit einem kurzen Lagebild zum Sachstand der Strukturmaßnahmen, die das AusbZ Munster unmittelbar betreffen. Die Kurzform lautet: "die ersten großen Schnitte wurden erfolgreich vollzogen, alle bisher auf der Zeitachse zu bewältigenden Aufträge wurden absolviert und die Umgliederung des AusbZentrums verlaufe planmäßig und wird bis Ende 2015 abgeschlossen. Mit Blick auf die neue Struktur, die er als bekannt voraussetzt, sind nach seiner Einschätzung keine größeren Änderungen zu erwarten, kleinere Nachjustierungen seien aber möglich. Absehbar ist, dass das Zentrum weiterhin durch einen General geführt werden wird, vermutlich aber nicht mehr länger an die Truppengattung Pz oder PzGren gebunden. Der Zentralbereich wird dann durch einen Oberst B3 geführt werden, die drei Ausbildungsbereiche werden dem Kommandeur unterstellt. Die Leiter dieser Ausbildungsbereiche werden nach jetziger Kenntnis ebenfalls Oberst sein. In ihrer Funktion als General der Truppengattungen aber weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränkt sein.

AusbZ MUNSTER - Struktur HEER 2010
AusbZ MUNSTER - Struktur HEER 2010

Das OA Btl wird dann dem AusbBereich PzTr, die beiden FA Btlne 1 in Sondershausen und 2 in Celle jeweils dem AusB HAufklTr bzw. AusbB STF unterstellt werden. Die Aufstellung und die Ausbildung beim FeldwebelAnwärterBataillon 2 in Celle, mit einer Kompanie in Bückeburg, verlaufen planmäßig, auch wenn schon jetzt festzustellen ist, dass die Führung und die damit einhergehende Dienstaufsicht eine besondere Herausforderung werden wird. Die personelle Ausbilderlage ist zufriedenstellend bis gut, dennoch bat BG Marlow die Truppenführer und Kommandeure auch weiterhin für besonders qualifiziertes Personal Sorge zu tragen, da die Personalbefüllung eine immerwährende Aufgabe sei und Investitionen in die Ausbildung unseres Führernachwuchses dies rechtfertigten.

Kerngeschäft Ausbildung

Die Sicherstellung der Ausbildungsqualität wird künftig die Herausforderung für das AusbZ Munster sein. Neben den bisher bekannten Lehrgängen stellte BG Marlow als neue Lehrgänge vor:

  • Sonderlehrgang "Wahrnehmung von Waffen- und Kampfmitteleinsatz"
  • "Militärischer Nahkampf". Der InspH hat die Ausbildung militärischer Nahkampf in der FhrAusb befohlen, derzeit erarbeitet eine Arbeitsgruppe die Grundlagen
  • Lehrgang "Überleben im Einsatz" – modifiziert (ÜLE-m Neuausrichtung) wird derzeit erarbeitet
  • Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen Generell gilt, künftig Synergien zu nutzen, z. B. durch:
  • Parallelisierung von Lehrgängen (z.B. KpChef- und BtlKdrLehrgänge)
  • Gegenseitige Unterstützung der AusbBer PzTr, HAufklTr und später STF
  • Zusammenarbeit mit dem GÜZ
  • Zusammenarbeit mit den anderen TrS
  • Internationale Kooperation mit gegenseitigen Vorteilen

Ein Vorhaben mit besonderer Außenwirkung wird auch in 2014, wie sschon in den Vorjahren, die ILÜ LandOp 2014 sein. Sie wird erneut im Raum MUNSTER – BERGEN gemeinsam mit der SKB und ZSanDst bei 3 Durchgängen (zzgl. 1 Durchgang Generalprobe) vorgeführt und hat jeweils eine Durchgangsdauer von 2 Tagen, mit maximal 500 Zuschauer je Durchgang. Das Konzept hat sich bewährt und wird in seinen Grundzügen so fortgesetzt.

Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit

Internationale Kooperation
Internationale Kooperation

Die internationale Kooperation soll deutlich intensiviert werden und neben den Paten- und Partnerschaften werden eine Vielzahl von Ausbildungskontakten künftig am AusbZ Munster konstitutionell abgebildet sein, wobei sich das AusbZ dabei vom Selbstverständnis her nicht mehr nur in der Rolle des "Sponsors" sieht, sondern durchaus auch Vorteile für die eigene Ausbildungsund Lehrgangsgestaltung ziehen will.

Darüber hinaus wird das Besucheraufkommen als eines der Schaufenster des Heeres weiterhin ungebrochen hoch sein. BG Marlow ging auch noch einmal kurz auf die Veranstaltung anlässlich des Volkstrauertages am "Ehrenhain" ein und betonte dabei noch einmal, dass er trotz aller Kritik, die er durchaus tolerieren könne, die neue Form der Durchführung, einschließlich des Totengedenken, für gerechtfertigt und angemessen erachte. Das neue Konzept sei keinesfalls als ein "Schnellschuss" seitens des AusbZ Munster zu werten, sondern sei auf breiter Basis auf unterschiedlichen Ebenen diskutiert und erarbeitet worden. (s. dazu Leserbrief S. 86)

Als Fazit stellte BG Marlow fest:

Das AusbZ Munster wird planmäßig bis 2015 die neue Struktur einnehmen, hat bis dahin zwar sein Fähigkeitsprofil stark verändert, aber dennoch als eines der Zentren für die Führerausbildung des Heeres mit einer breiten Palette an Ausbildungsangeboten auch zukünftig seine hohe Bedeutung für die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte behalten. Mit dem General der Panzertruppen auch weiterhin über einen Repräsentanten verfügen und als eines der "Schaufenster" des Heeres mit internationalem Bezug eine repräsentative Aufgabe wahrnehmen. Ende des Vortrages. Thematisch nahm BG Marlow keinen Bezug zu den Entwicklungen im AusbZ PzTruppen, da dazu in einem eigenständigen Vortrag der General der Panzertruppen vortug.

AusbZ Panzertruppen
AusbZ Panzertruppen

Ausbildungszentrum Panzertruppen

Oberst Artur Schwitalla, Kommandeur AusbZentrum Panzertruppen und General der Panzertruppen
Oberst Artur Schwitalla, Kommandeur AusbZentrum Panzertruppen und General der Panzertruppen

Der General der PzTruppen, Oberst Schwitalla, äußerste sich in seinem Vortrag sowohl zu den aktuellen Herausforderungen der Panzertruppen als auch zu den Handlungsfelder hinsichtlich der Einführungsorganisation für den SPz PUMA. Zunächst gab Oberst Schwitalla bekannt, dass auch in diesem Jahr der Tag der Panzertruppen wiederum an dem Freitag vor dem Volkstrauertag, dem 14. November 2014 stattfinden wird. Derzeit wird am AusbZ Munter darüber diskutiert, ob die Veranstaltung nicht, dem Umstrukturierungsprozess folgend, zukünftig auch für das AusbZ HAufklTr und die ArtTr geöffnet werden sollte. Absicht könnte es dann sein, unter dem gemeinsamen Dach des AusbZ MUNSTER einen Gedankenaustausch aller vier Truppengattungen durchzuführen.

Als GenPzTr wäre er damit einverstanden, zumal mit dem jährlichen Symposium weiterhin die zentrale Großveranstaltung der PzTr durchgeführt wird. Umstrukturierung in das Heer 2011 Nach der Auflösung des Bereiches Weiterentwicklung stellte zum 31.12.2013 auch der AusbBereich IV den Dienstbetrieb ein. Der AusbBereich III wird zum 30.09.2014 den Dienstbetrieb einstellen und die Ausbildung der Feldwebel- und Unteroffizieranwärter wird schrittweise in die derzeit aufgestellten FA/UA Btl in Celle und Sondershausen verlagert. Das SchÜbZ PzTr ist mit 173 Offz/ Uffz aber weiterhin in der Lage, 370 Trainingsteilnehmer und 400 Soldaten der Übungstruppe parallel auszubilden.

In der ersten Jahreshälfte 2015 wird das AusbZ PzTr sich umgliedern und zum 01. 07. 2015 die neue Gliederung einnehmen. Unter Führung eines Oberst A16 wird dann in 2 Inspektionen mit gesicherten 11 Hörsälen die gesamte lehrgangsgebundene Ausbildung für die Truppengattung Pz-und PzGren, einschl. der Umschulungslehrgänge auf SPz PUMA durchgeführt. Neben den bestehenden Simulations- und Schießübungszentren werden dem AusbZ PzTr erstmalig auch 2 AusbUstgZüge (Hintere Kampfräume, Rahmenleitungsgruppen, Feinddarstellung, Unterstützung Schießausbildung) unterstellt. Außerdem wird das OA Btl 1 unterstellt. Wir sind dann in der Lage, mit 276 Stammsoldaten 225 Trainingsteilnehmer, 510 Offizieranwärter und 400 Soldaten ÜbTruppe zeitgleich auszubilden.

Kampfpanzer Leopard 2A7

Nach der Entscheidung InspH vom Juli 2013 wurde der Beschaffungsvorgang für 20 Systeme eingeleitet. Diese Systeme rechnen auf die Gesamtflotte von 225 KPz im Heer2011 an. Die Einführungsorganisation folgt dabei folgenden Rahmendaten:

  • Auslieferung ab Juli 2014 mit 14 Systemen (also ein Kp-Äquivalent) für das PzBtl 203 in Augustdorf
  • ab Oktober mit 4 Systemen für das AusbZ PzTr
  • und je 1 System für die TSL zur Inübunghaltung des militärischen InstPersonals und die SKB für die Fahrschule für Einweisungs- und Überprüfungsfahrten
  • Beginn der Kaderausbildung bei der Industrie ab Anfang Mai
  • und Beginn der lehrgangsgebundenen Ausbildung ab Januar 2015

Schützenpanzer PUMA

In Abstimmung mit O i.G. Paulus vom AHEntwg, trug Oberst Schwitalla dazu vor: Die Beschaffung und Einführung des PUMA erfolgt in deutlich größeren Tranchen als ansonsten im Heer üblich. In nur 6 Jahren erfolgt zu 100% die Einführung eines neuen Hauptwaffensystems, einschließlich etlicher Subsysteme. Die deutlich größere Komplexität des Waffensystems bei den Kategorien Wirkung, Schutz, Mobilität und Führungsfähigkeit durch

  • Das Kaliber
  • Die Sensorik
  • Die stabilisierte Waffe
  • Den besatzungsloser Turm
  • Entkoppeltes Fahrwerk
  • und die Subsysteme

erfordert eine besondere Einführungsorganisation (EFO), die über Jahre personell, materiell, infrastrukturell und ausbildungstechnisch hinterlegt sein muss. Dazu wurde eine zentrale Lösung entschieden, bei der alle Kräfte und Mittel an einem StO konzentriert bereitgestellt werden, und die einzelnen PzGrenKp an diesem StO ausgestattet und ausgebildet werden. (Anm. Redaktion: mittlerweile ist der StO Munster enschieden).

Das bedeutet:

Gestiegene Komplexität
Gestiegene Komplexität
  1. Vermutlich ab 01.10.14 bis zum J2017 wird es eine zentrale Einführungsorganisation in Munster geben, die für die Ausbildung der ersten 8 PUMA Kompanien verantwortlich ist
  2. Etwa die Häfte der in Unterlüß bei Rheinmetall oder anderen StO von PSM endgefertigten 350 PUMA wird nach MUNSTER ausgeliefert und hier militarisiert. Von hier aus gehen sie ins deutsche Heer
  3. Für den oben genannten Zeitraum ist Personal und Infrastruktur erforderlich
  4. Um eine gleichmäßige und effektive Ausbildung sicher zu stellen, muss ein abgestimmtes Ausbildungskonzept zwischen dem verantwortlichen AusbKdo, dem durchführenden AusbZ PzTr und den auszubildenden TrTeilen geschaffen werden
  5. Jede auszubildende PzGrenKp kommt also für etwa 3 Monate aus ihrem Standort nach Munster, um hier ausgebildet zu werden und hier ihre PUMA zu übernehmen
  6. Für die Gefechtsausbildung und den Schießblock benötigt die EFO PUMA Vorrang für die Nutzung der TrÜbPl Bergen und Munster

Sachstand zur Einführung des PUMA

Nach der Kaderausbildung und taktischen Einsatzprüfung im ersten Halbjahr 2013 fand im 2. Halbjahr die Sommererprobung in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die IETDNachweisführung statt. (IETD = Interaktive elektronische technische Dokumentation (TDv, Gerätebegleitheft). Diese ist beendet.

Mit den nächsten Schritten erfolgt die taktische Einsatznachprüfung (Beladeund Verstaukonzept, unterschiedliche Schutzstufen, Eisenbahnverladung), das Herbeiführen der Nutzungsgenehmigung mit Straßenzulassung durch aaS/ aaP und den TÜV, die Studie Human Factors, in der Stresssymptome untersucht werden, und die Organisation und der Aufbau der Einführungsorganisation mit Steuerstelle am AusbZ PzTr. Dies soll bis November 2014 geschafft sein. Zum 01.11.14 beginnt die Kaderausbildung unseres Ausbildungspersonals bei der Industrie, und es beginnt der Zulauf der ersten produzierten Serienfahrzeuge.

Anfang 2015 erfolgt auf der Grundlage der Industrieausbildung die hausinterne Qualifikation zum Ausbilder PUMA auf dann bereits verfügbaren 12 Systemen. Danach beginnt die Ausbildung der Truppe. Absicht ist es, noch in 2015 beide Kompanien des PzGren- Btl 33 aus Luttmersen zu qualifizieren. Das PzGrenBtl 33 nimmt eine Sonderstellung ein, da es parallel mit dem Zulauf des PUMA im Rahmen der Einnahme der neuen Heeresstruktur die Truppengattung wechseln muss. Aus dem PzBtl 33 wird das PzGrenBtl 33. Deshalb hat der InspH entschieden, dass für dieses Btl keine Zwischenlösung mit SPz Marder vorzusehen ist.

Der PUMA wird bei Auslieferung unterschiedliche Rüstzustände mit unterschiedlichen Teilfähigkeiten haben, da die Subsysteme und verschiedene Modifikationen erst in den nächsten 5-6 Jahren zulaufen. D.h. die Serienfahrzeuge sind nicht identisch. Ein Nachrüsten der zuerst ausgelieferten SPz ist vorgesehen, was eine spezielle Ergänzungsausbildung erforderlich macht.

Die wichtigsten zu erwartenden Modifikationen sind

  • 2015: IFIS = Integriertes Führungs und Informationssystem (digitale Lagekarte)
  • 2016: SVFuA = Streitkräfte gemeinsame verbundfähige Funkgeräteausstattung
  • 2017: AGDUS = Ausbildungsgerät Duellsimulation
  • 2018: MELLS = Mehrrollenfähiges leichtes Lenkflugkörpersystem (fire and forget, Zielwechsel im Anflug) und
  • MUSS = Multifunktionales Selbstschutzsystem (IR-Jammer und pyrotechnischer Nebel) Warnsensoren erkennen fdl. LFK oder Laserbedrohung, Gegenmaßnahmen erfolgen voll- oder halbautomatisch
  • 2019: TSWA = Turmunabhängige sekundäre Waffenanlage (am Heck, Sprengkörperwurfanlage zur Absicherung nach hinten, 16 Schuss 40 mm letal als HE bis 400 m oder 6 Schuss 76 mm nicht letal CS bis 50 m) Von den 350 Systemen erhalten
  • alle 9 Btl gleichermaßen 32 SPz. 2 komplette Kompanien, die KdrGruppe und 2 Reservewagen
  • Das AusbZ PzTr, bekommt mit Vorrang die gleiche Anzahl an Systemen
  • Die SKB erhält 8 Systeme für die Fahrschulausbildung
  • Mit letzter Priorität wird das Gefechtsübungszentrum vermutlich 2019 mit 18 SPz ausgestattet

Steuerstelle Einführung SPz PUMA

Sie wird zum 01.10.14 arbeitsbereit sein und ist zunächst bis Mitte 2017 auf 3 Jahre befristet. Sie wird sich im Wesentlichen auf die Infrastruktur der Kaserne PzTrS abstützen. Das Feldlager TRAUEN, der HIL-Stützpunkt, das PzGrenLBtl 92 und andere unterstützen anlassbezogen. Die Steuerstelle wird von einem OTL A15 geführt und umfasst etwa 20 Dienstposten, von denen etwa die Hälfte mit zusätzlichen STAN-DP hinterlegt werden müssen, der Rest wird durch vorhandene DP des AusbZ MUNSTER alimentiert.

Teilprozesse

Der Teilprozess "Ablauf der Materialsteuerung", wird von der Fertigung über das Genehmigungsverfahren zur Nutzung, die Militarisierung mit Y-Kennzeichen, die Auslieferung nach Munster, die Einbuchung in Bestandsübersichten bis zur Komplettierung mit Bordausstattungsätzen den Weg des PUMA begleitet.

Der Teilprozess "Ablauf der Ausbildungssteuerung" umfasst alle Maßnahmen der lehrgangsgebundenen Ausbildung für Offz und Uffz sowie die vorbereitende Truppenausbildung für den MKF, den RS und den SchTrp. Wenn das Material übergabereif und die Ausbildung abgeschlossen ist – das wird etwa nach 8 Wochen der Fall sein – werden Personal und Material zusammengeführt. Für etwa weitere 4 Wochen durchlaufen dann die Besatzungen ihre Besatzungsausbildung bis hin zur SPz-Kampfbahn und einer "Zertifizierungsübung mit Gefechtsschießen" mindestens auf der Ebene Zug. Dieser Ablauf ist bis Mitte 2017 für zumindest die ersten 8 Kompanien vorgesehen. Insgesamt kostet die Umschulung 3 Monate Zeit. Und diese wird in 2015 zweimal und danach jährlich 4 x durchgeführt.

Abschließend stellte Oberst Schwitalla fest

Die Panzertruppen sind gut aufgestellt ! Es geht ausbildungs- und ausrüstungstechnisch voran und wir können beruhigt der neuen Struktur und den sich dabei ergebenden Herausforderungen entgegen sehen.

Das Ausbildungskommando

Wir im Heer – Ausbildung mit Leidenschaft

Oberst i.G. Peldszuch anlässlich seines Vortrages
Oberst i.G. Peldszuch anlässlich seines Vortrages

Die Bundeswehr, und damit auch das Heer, befinden sich in einem fundamentalen Umbruch. Als ein wesentlicher Pfeiler der strukturellen Neuausrichtung wurde das Ausbildungskommando des Heeres am 28. Juni 2013 in Leipzig in Dienst gestellt. Mit einer im Heer einzigartigen Aufgabe, welche hohe Leitungsverantwortung und Fachexpertise zugleich fordert, wurde dieses neue Kommando beauftragt. Es verantwortet nunmehr vollumfänglich die Fachaufgabe "Ausbildung im Heer" und führt alle Schulen und Ausbildungseinrichtungen des Heeres.

Das Heer verfolgt mit der Aufstellung des Ausbildungskommandos in Leipzig einen neuartigen und konsequenten Ansatz hinsichtlich der Ausgestaltung der Ausbildung. Das Ausbildungskommando setzt die Zielvorgaben vom Kommando Heer in die Grundlagen für die Truppenausbildung, der lehrgangsgebundenen Individualausbildung, hier liegt zunächst der Schwerpunkt, und in der streitkräftegemeinsamen Ausbildung im Heer um.

Auch Aspekte der internationalen Ausbildungskooperation und der Ausbildungsunterstützung gehören zum umfassenden Aufgabenpaket dieses neuen Kommandos. Weiterhin verantwortet das Ausbildungskommando die Planung, Steuerung und Koordinierung der Ausbildungsund Übungseinrichtungen des Heeres, wobei es auch Anweisungen zur Nutzung dieser Einrichtungen erteilt. Darüber hinaus werden den Deutschen Anteilen der Multinationalen Korps, den Divisionen und den Deutschen Anteilen der Deutsch/Französischen Brigade durch das Ausbildungskommando Ausbildungsgrundlagen zur Verfügung gestellt.

Durch die Indienststellung des Ausbildungskommandos erfolgt eine konsequente Führung der gesamten Ausbildung des Heeres aus einer Hand. Sämtliche Durchführungs- und Fortentwicklungsaufgaben im Bereich der Ausbildung werden hier zielgerichtet zentralisiert. Zur Erfüllung der Aufträge des Zwei-Sterne Kommandos stehen dem Kommandeur "klassische" Stabsabteilungen sowie eine Fachgruppe zur Seite. Die Stabsabteilungen sind im Kern für die truppendienstliche Führung des nachgeordneten Bereichs verantwortlich, wohingegen die Fachgruppe die spezifischen, fachlichen Aufgaben wahrnimmt. Der stellvertretende Kommandeur des Ausbildungskommandos unterstützt den Kommandeur in der Auftragserfüllung. Er ist in seiner Funktion als unmittelbarer Stellvertreter auch Kommandeur der Zentralen Ausbildungseinrichtungen und mit deren fachlicher und truppendienstlicher Führung betraut.

Grundgliederung AusbKdo
Grundgliederung AusbKdo

Insgesamt dienen im Stab des Ausbildungskommandos des Heeres circa 250 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im nachgeordneten Bereich sind rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 2.000 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Das Herzstück des Stabes des Ausbildungskommandos ist die Fachgruppe mit ihren sieben Dezernaten. Hier werden nahezu alle Themengebiete der Ausbildungsgestaltung im Heer abgedeckt. Im Dezernat 1 werden die querschnittlichen und übergreifenden Aspekte der Führerausbildung sowie der zivil-beruflichen Aus- und Weiterbildung der Heeresuniformträger bearbeitet, koordiniert, überwacht und gesteuert. Die Aufnahme des Ausbildungsbetriebes in den drei Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillonen seit dem 02.01.2014 war der eindeutige Schwerpunkt dieses Dezernates. Darüber hinaus ist der Prozessbeauftragte Heer des Hauptprozesses Individualausbildung diesem Dezernat zugeordnet. Auch die fachliche Führung der ZAW-Betreuungsstellen ist in diesem Dezernat verankert.

Die truppengattungsspezifische Expertise ist im Dezernat 2 und Dezernat 3 verankert. Hier werden beispielsweise truppengattungsgebundene Ausbildungsdokumente erstellt, Erfahrungsberichte der Truppe sowie Vorgaben vom Kommando Heer ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in Folgemaßnahmen umgesetzt. Im Dezernat 2 werden die Aufgaben zur lehrgangsgebundenen Ausbildung der Kampftruppen und Heeresflieger, im Dezernat 3 die der Heeresaufklärungstruppe sowie der Kampf-, Einsatz- und Führungsunterstützungskräfte, verantwortet.

Unterstützungsleistungen werden im Dezernat 4 und Dezernat 5 sowohl für das gesamte Heer, als auch für andere militärische Organisationbereiche erbracht. Das Dezernat 4 befasst sich dabei insbesondere mit der Steuerung der Durchführung simulationsgestützter Ausbildungen und Übungen. Es ist fachlich zuständig für die Modernisierung und Anpassung der zentralen Ausbildungseinrichtungen und der Übungseinrichtungen an den Ausbildungszentren mit Blick auf Simulationssysteme und Simulatoren. Dabei stehen zurzeit der Erhalt und die perspektivische Steigerung der Ausbildungsqualität im Gefechtsübungszentrum und im Gefechtssimulationszentrum des Heeres als wesentliche Träger der einsatzorientierten Ausbildung im Fokus des Ausbildungskommandos.

Federführend bei der Erschließung und Nutzung neuer didaktisch-methodischer Möglichkeiten durch den Einsatz moderner Ausbildungstechnik ist das Dezernat 5. Hier sind u.a. die Entwicklung digitaler Ausbildungshilfsmittel sowie die Gestaltung und Implementierung der Fernausbildung verortet. Das Dezernat 6 führt die Ausbildungseinrichtungen im Aufgabenbereich der Lehrgangsplanung sowie Lehrgangssteuerung und verantwortet zugleich die Nutzerbetreuung des Integrierten Ausbildungsmanagementsystems. Bis in das Jahr 2015 hinein wird ein weiterer Arbeitsschwerpunkt die Bearbeitung aller lehrgangsbezogenen Fragen zur derzeit laufenden Soll/Org-Überprüfung aller Ausbildungseinrichtungen des Heeres bilden.

Der zentrale Ansprechpartner im Heer für Fragen bzgl. ausgewählter Durchführungsaspekte der internationalen Ausbildung und Zusammenarbeit ist das Dezernat 7. Zudem steuert es die Nutzung von Truppenübungsplätzen, bündelt Expertise zur Truppenausbildung sowie streitkräftegemeinsamer Ausbildung und verantwortet die Belange des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr im Verantwortungsbereich des Ausbildungskommandos.

Das Ausbildungskommando führt die Ausbildungseinrichtungen des Heeres, die sich in der Zielstruktur weiterhin in Schulen, Ausbildungszentren und Zentrale Ausbildungseinrichtungen gliedern. Eine der wesentlichen Veränderungen im Zuge der Neuausrichtung ist die Verlagerung der Teilaufgabe Weiterentwicklung der Truppengattungen. Diese wurde bisher an den Schulen wahrgenommen und ist künftig beim Amt für Heeresentwicklung verortet.

Alle Ausbildungseinrichtungen werden zudem personell und materiell auf die neue Struktur HEER2011 ausgerichtet. Die Planungen dazu haben begonnen und die Umgliederung soll im Jahr 2016 abgeschlossen werden. Die Heeresfliegerwaffenschule beispielsweise wird in ein Internationales Hubschrauberausbildungszentrum umbenannt und soll künftig auch Aspekte der Luftlande- und Lufttransportausbildung verantworten. Die ehemalige Artillerieschule wechselt als Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/ Indirektes Feuer in den Verantwortungsbereich des Ausbildungszentrums Munster.

Das VN (Vereinte Nationen) Ausbildungszentrum der Bundeswehr wird zukünftig – wie bereits jetzt

  • das Ausbildungs- und Übungszentrum Spezielle Operationen
  • das Gefechtsübungszentrum des Heeres
  • das Gefechtssimulationszentrum des Heeres - eine selbständige Zentrale Ausbildungseinrichtung sein und unmittelbar dem Ausbildungskommando unterstehen

Zusätzlich wird bis 2016 das Ausbildungs- und Übungszentrum luftgestützte Einsätze in Celle etabliert.

Die Leitungsspanne des Kommandos wird damit in der neuen Struktur zwölf unmittelbar nachgeordnete Dienststellen umfassen. Diese sind in sich sehr unterschiedlich gegliedert und ausgerichtet, um den vielfältigen und umfangreichen Ausbildungsverpflichtungen des Heeres sowie den streitkräftegemeinsamen Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden. So werden im Heer unter der Verantwortung des Ausbildungskommandos 620 verschiedene Trainingstypen angeboten in denen

  • wertegebunden
  • einsatzorientiert
  • professionell
  • und attraktiv, aus Überzeugung und mit Leidenschaft ausgebildet wird

Insgesamt konnten im Jahr 2013, in dem das Kommando aufgestellt wurde, 2.300 Trainings mit rund 33.000 Lehrgangsteilnehmern durchgeführt werden.

Mit der Einnahme der Struktur HEER2011 reagiert die Bundeswehr auf verschiedene, neue Rahmenbedingungen, wie z.B. den demographischen Faktor, die Aussetzung der Wehrpflicht und die Haushaltslage, aber auch auf ein gewachsenes, sicherheitspolitisches Anforderungsprofil. Letzteres erfordert eine Durchsetzungsfähigkeit im gesamten Aufgaben- und Intensitätsspektrum und zugleich ein differenziertes Durchhaltevermögen unserer Soldatinnen und Soldaten. Das Fundament für den Erfolg im Einsatz und den besten Schutz unserer Frauen und Männer dort bildet eine exzellente Ausbildung. Diesem Anspruch fühlen sich alle Angehörigen des Ausbildungskommandos mit Herz, Verstand und Leidenschaft verpflichtet.

Das Bewusstsein, die Verantwortung für die Ausbildung im Heer vollumfänglich zu tragen, schlägt sich nieder in der selbst auferlegten Verpflichtung, die Ausbildung stets wertegebunden, einsatzorientiert, professionell und attraktiv zu gestalten. Diesem Anspruch folgend entstand das Motto des Ausbildungskommandos: "Wir im Heer – Ausbildung mit Leidenschaft".

Zwischen den Einsätzen

Ausbildungs- und Übungsrealität heute

OTL Werneke
OTL Werneke

OTL Werneke kam "befreit" zum Vortrag, um über seine Erfahrungen als Kommandeur des Panzerbataillons 33 bei der Planung und Durchführung von Ausbildungs- und Übungsvorhaben unter den heutigen Rahmenbedingungen zu berichten. Am Tag zuvor wurde er nach zweijähriger Verwendung von der Führung des Panzerbataillons 33 entbunden und wird zukünftig als Referent im BMVg in Berlin, in der Abteilung Strategie und Einsatz, Dienst leisten.

Sein Nachfolger, OTl Axel Hardt, ebenfalls noch Panzermann, hat nun die Aufgabe, das Panzerbataillon 33 in das Panzergrenadierbataillon 33 umzugliedern. Somit ist OTL Werneke der Kommandeur, der als letzter über "Panzererfahrung" dieses stolzen Bataillons berichten kann. Zudem war seine Zeit als Kommandeur nicht durch Einsätze geprägt und ihm war es vergönnt, seinen Verband über einen längeren Zeitraum zielgerichtet zur Erlangung der truppengattungsspezifischen Kernfähigkeit, kurz: "Die Panzerei" auszubilden. Dabei gewährte er z.T. sehr detaillierte Einblicke hinsichtlich der erforderlichen hohen Anforderungen an Planung, Koordination und Ausbildungsintensität, damit die externen Ausbildungsorganisationen und Ausbildungsmitteln erfolgreich genutzt werden konnten. Zudem galt es, die Rahmenbedingungen zur Personallage mit der der materiellen Verfügbarkeit in Einklang zu bringen und die Belastungen für die Männer und Frauen im Bataillon einigermaßen ausgewogen und gerecht zu gestalten.

Ein gelungener Einblick von der fordernden Ausbildungs- und Übungstätigkeit der heutigen Bataillone der gepanzerten Kampftruppen und der hohen Qualität der truppengattungsspezifischen Kernkompetenz.

Viele der Männer und Frauen des Bataillons verfügen zwar über Einsatzerfahrung, aber das (Wieder-) Herstellen der Einsatzbereitschaft der Panzerkompanien war dennoch unerlässlich. Das Btl hatte gemäß Befehl Brig zwei PzKp zu 100% auszubilden. Höhepunkte der truppengattungsbezogenen Ausbildung PzBtl 33 waren

  • die Teilnahme als Gefechtsverband an der Brigadeausbildungsübung ALLERBLOCK
  • mit 2-Parteien BtlGefÜb, BrigGefÜb unter Nutzung AGDUS und BtlGefS
  • sowie die Teilnahme an der LÜ Landstreitkräfte
Gefechtsverband "Palme" ALLER BLOCK
Gefechtsverband "Palme" ALLER BLOCK

Die truppengattungsbezogene Ausbildung sah als Vorbereitung für die Ausbildung auf Verbandsebene eine mehrfache und umfangreiche Nutzung verschiedenster Aus- und Schießübungsvorhaben vor, denen sich später die Ausb der "Btl – Fähigkeiten" (GefStd, AVZ, LogDienste) anschloß.

Ausbildung ist heute nur dann erfolgreich, wenn der originären Panzerausbildung eine Vielzahl von vorbereitenden Führerweiterbildungen (wen immer möglich auch im BrigRahmen) vorausgeht. Beide PzKp haben innerhalb von 9 Monaten jeweils mindestens zwei Dürchgänge am SchÜbZ bzw. GefÜbZ in den OpArten Angr und Vzö absolviert. + Zudem wurden der Kdr und GefStd unter Nutzung des Führungs-und InformationssystemHeer durch den BrigKdr im SIRA-Stützpunkt Btl MUNSTER beübt.

Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen

Die Ausbildungshöhe Verband ist erreichbar, es bedarf allerdings einer längeren und intensiven Ausbildung auf der Ebenen PzZug und PzKp, vor allem der Führerweiterbildung. Darüber hinaus ist es zwingend, dass die Brigade, teilw. sogar die Division unterstützen. Personell war das Bataillon gut aufgestellt, die jungen Feldwebel und Offiziere sind gut ausgebildet, was ihnen fehlt ist Erfahrung. Weiterbildung kann hier nur begrenzt Abhilfe schaffen. Deshalb muss man sie in die Führungsverantwortung stellen, Vertrauen schenken und auch Fehler machen lassen. Der helfenden Dienstaufsicht durch BtlKdr und KpChefs kommt überragende Bedeutung zu. Es gehört aber zur Ehrlichkeit einzugestehen, dass auch diese nicht immer über die erforderliche Erfahrung verfügen, truppengattungsspezifische Ausbildung unter aktuellen Rahmenbedingungen effektiv zu gestalten.

"die Ausbildungshöhe Verband ist erreichbar, allerdings nicht aus eigener Kraft"

Die Ausbildungseinrichtungen sind hervorragend für Führerweiterbildung geeignet und sollten intensiv genutzt werden, allerdings muss dabei die Belastung für die Stabsund Vesorgungskompanie sehr genau beurteilt werden. Dennoch, die Rahmenbedingungen für gepanzerte Verbände lassen es in der Zeit zwischen den Einsätzen durchaus zu, die Ausbildungshöhe "Verband" zu erreichen, allerdings nicht aus eigener Kraft. Es bedarf dazu:

  • eines langen Atems
  • des erklärten Willens der übergeordneten Führung
  • der Einbindung in einen Systemverbund, mindestens auf der Ebene Brigade, teilweise auch darüber hinaus und
  • zudem der Unterstützung externer player.

Im eigenen Führungsprozess kommt im gesamten Prozess allen Führungsgrundgebieten eine bedeutende Rolle zu, wenn auch zeitlich unterschiedlich, und last but not least, die zweijährige Verwendungsdauer als Kommandeur ist zu kurz, um auch aus den eigenen Erfahrungen Verbesserungen herbeiführen zu können.

Erfahrung mit der neuen Offizierausbildung aus der Sicht junger Panzeroffiziere

Mit dem Vortrag zweier Oberleutnante, der Oberleutnante Elflein und Fritzsche, beide Absolventen des "neuen" Ausbildungsganges, wurde der thematische Bogen des Symposiums beendet. Nachdem nunmehr die ersten Offiziere, ausgestattet mit dem Rüstzeug "neuer Ausbildungsgang", Erfahrungen in der Truppe gesammelt haben war es wohl an der Zeit, auch diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die den neuen Ausbildungsgang persönlich durchlaufen haben. Bisher hatte man sich nur von Amtswegen zu den Erkenntnissen und Erfahrungen geäußert, zuletzt von Seiten des Ausbildungszentrums Panzertruppen in der Ausgabe No. 49 "Das Schwarze Barett".

Das Plenum war gespannt auf die Beantwortung der Frage, wie eigentlich die jungen Offiziere ihre Ausbildung bewerten und wie gut sie sich vorbereitet fühlen auf ihre Verwendungen in der Truppe. Auch wenn die Aussagen und Auffassungen der Oberleutnante Elflein und Fritzsche keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erheben, schon gar nicht in irgendeiner Weise als repräsentativ interpretiert werden dürfen, so geben sie doch nach Auffassung der Redaktion ein Stimmungsbild wieder. Auch sei erwähnt, dass sich beide Oberleutnante im Leistungsvergleich der "oberen Winkelgruppe" zurechnen und insgesamt über ein hohes Motivationspotential verfügen, was sicherlich auch Einfluss auf ihre Urteilsfindung genommen hat. Beide Offiziere trugen dazu abwechselnd, sich jeweils ergänzend, aber abgestimmt, zu den jeweiligen Ausbildungsabschnitten bzw. Lehrgängen vor. Dabei wurde das Studium ausgeklammert. Beide Offiziere haben ihr Studium erfolgreich abgeschlossen.

Insgesamt lässt sich ein klares Urteil fällen, was vielleicht überrascht, aber für die Ausbildungsplaner auch als Bestätigung der gegenwärtigen Konzeption gewertet werden kann. Die Ausbildung sei gut angelegt, thematisch stimmig, gut geplant und bereitet die jeweils nächste Ausbildungshöhe angemessen vor. Bemängelt wird allerdings die Sprachausbildung innerhalb der ersten 13 Monate Dienstzeit. Diese sei an dieser Stelle überflüssig, die Offiziere hätten während des Studiums ausreichend Gelegenheit ihre Sprachfähigkeiten zu schulen. Die gewonnene Zeit könnte besser zum Erwerb des "Übungsleiters Sport" sowie zum Sammeln von mehr Truppenerfahrung genutzt werden.

Einhelliges Lob wurde den beiden Lehrgängen an der Offizierschule des Heeres zuteil. Diese seien sehr gut strukturiert und dort lehrten hervorragende Ausbilder. Wörtlich:"eine Supersache!". Nicht ganz so "strahlend", aber dennoch mit einer insgesamt starken positiven Bewertung wird der Offizierlehrgang 3 am Ausbildungszentrum Panzertruppen Munster beurteilt. Er wird in Bezug auf Zeitpunkt, Umfang, Dauer und thematische Strukturierung, genau wie bei der Ausbildungsgestaltung, positiv gewertet. Vor allem die "frische" Systemkenntnis KPz unmittelbar vor der Truppenverwendung wird als großer Vorteil angesehen. Besonders hervorgehoben wird der Erwerb der Fahrerlaubnis MKF Kette, ebenso, was vielleicht überrascht, der Einzelkämpferlehrgang.

Dieser sollte als elementares Merkmal Teil der Offizierausbildung bleiben. Er wird als echter Gewinn mit Merkmalen zur Persönlichkeitsstärkung und Belastbarkeitserkenntnis betrachtet und mit Blick auf Einsatzoptionen auch als militärisch absolut erforderlich angesehen. Als defizitär wird allerdings die mangelnde Erfahrung im Umgang mit Soldaten/Soldatinnen anderer Laufbahnen bewertet. Man ist sich schon bewusst, dass die Ausbildung überwiegend im "geschlossenen System" stattfand. Ebenso wird die mangelnde Kenntnis über den "Organismus" Kompanie beklagt. Auch auf die Verantwortung für das doch sehr umfangreiche Material wird man zu wenig vorbereitet.

Die ersten 30 Tage in der Truppe
Die ersten 30 Tage in der Truppe

Das abschließende Urteil beider Offiziere ist aber sehr erfreulich: Insgesamt empfanden beide Oberleutnante die Ausbildungskultur, das Niveau und die Organisation als anspruchsvoll, sinnvoll strukturiert, professionell gestaltet und als qualifizierte Vorbereitung auf die Verwendung in der Truppe. Mit dem Lehrgangsstoff und dem Lehrgangsgerüst sei eine gute Grundlage gegeben, um nach kurzer Zeit in der Truppe bestehen und sich bewähren zu können. Defizite wird es wohl immer geben, aber die Lehrgänge bilden einen guten Nährboden für das Gewinnen von Erfahrung".

Dank und Ausblick

Sichtlich zufrieden, der Gastgeber, BG Marlow, der Verantwortliche, BG a.D. Brüschke und der Vorsitzende FK PzGren GM Spindler
Sichtlich zufrieden, der Gastgeber, BG Marlow, der Verantwortliche, BG a.D. Brüschke und der Vorsitzende FK PzGren GM Spindler

Zum Abschluss des Symposiums dankte Brigadegeneral a.D. Brüschke sowohl allen Referenten als auch den für die Organisation verantwortlichen Angehörigen des Ausbildungszentrum Munsters mit ihren zahlreichen Helfern im Hintergrund für ihre Beiträge und Unterstützung, die maßgeblich mit zu einem guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Alle Beteiligten waren sich einig, einer sehr informativen und insbesondere die Kameradschaft zwischen den Generationen fördernden Veranstaltung beigewohnt zu haben. Das Symposium hat sich in den letzten Jahren neben den jeweiligen Publikationen zum Markenzeichen der Aktivitäten der beiden Freundeskreise entwickelt. Die positive Rückkopplung hat die Vorstände der Freundeskreise bestärkt, auch zukünftig an dieser herausgehobenen Veranstaltung in gewohnter Form festzuhalten.

In Anwesenheit der Gäste übergab BG a.D. Brüschke dann den Stab mit der Verantwortung für die Ausrichtung des nächsten Symposiums an den Vorsitzenden des Freundeskreises der Panzergrenadiertruppe, Generalmajor Spindler. Das nächste Symposium soll wiederum in Munster am Ausbildungszentrum am 7. und 8 März 2015 stattfinden. Eine inhaltliche Festlegung erfolgte allerdings noch nicht, beide Freundeskreise werden in ihren Publikationen zeitgerecht darüber informieren. Nach Abschluss des Symposium trennte sich Panzerleute und Panzergrenadiere um in den jeweilig anberaumten Mitgliederversammlungen über die weitere Zukunft der Freundeskreise zu beraten und zu entscheiden.

Gesellschaftsabend im Kasino Kornett

Nicht nur im Plenum während der Vortragspausen war reichlich Anlass zur Diskussion und zum Gedankenaustausch gegeben, sondern speziell im Rahmen des Gesellschaftsabends im Kasino Kornett konnte dieser Disziplin intensiv nachgegangen werden. Der Gesellschaftsabend gehört schon zur Tradition des Symposiums und bei einem ausgezeichneten Abendessen bei lockerer Atmosphäre und stilvoller Umgebung konnte man dem Anspruch zur Kontaktepflege besonders gerecht werden. Die Intensität und die Dauer der Veranstaltung sind jedenfalls ein starkes Indiz dafür, dass diese Art des Informations- und Erfahrungsaustausches besonders geschätzt wird und als Ausdruck für den starken Zusammenhalt unter den Kampftruppen gewertet werden kann. Berechtigterweise kann festgestellt werden, dass dem Gesellschaftsabend besondere Bedeutung zukommt.

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Generalleutnant Jacobson
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Carsten Jacobson

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Vorsitzender

General a.D. Wolfgang Brüschke
General a.D. Wolfgang Brüschke

Wolfgang Brüschke

Brigadegeneral a.D.
Stellvertretender Vorsitzender

Oberst a.D. Schneider
Oberst a.D. Schneider

Wolfgang Schneider

Oberst a.D.
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